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NEWSLETTER NR.: 02/2007 
MÜSSEN MÄNNER WIRKLICH HELDEN SEIN? In der letzten Ausgabe des Newsletters thematisierte ich die Männeremanzipation.
Beschrieb, wie sich Männer in ihrem Leben beschneiden um das Bild von Männlichkeit
aufrecht zu erhalten. Sie verweigern dadurch das Teil haben am emotionalen Leben,
die Integration in das Familienleben aber auch die zwischenmenschliche Beziehungsarbeit.
Ich möchte in dieser Ausgabe beleuchten, wie die Gesellschaft auf das emotionale
Verhalten des Mannes Einfluss nimmt. Muss der Mann ein Held sein? Oder entsteht
dieses Bild aus der Vorstellung heraus, der Gesellschaft und deren Regeln entsprechen
zu müssen?
Ich möchte aus der Vergangenheit und dem traditionellen Bild vom Mann
meine Lehre ziehen. Wichtig ist es mir dabei, mich mit mir selbst in Verbindung
zu bringen und aus dieser Verbindung ein neues Bild der "Männlichkeit"
entstehen zu lassen.
Ich formuliere einen Vorschlag für eine andere Form des männlichen
Ausdrucks.
Was macht den Mann aus?
Darf ein Mann in unserer Gesellschaft Schwäche zeigen?
Ist es nicht so, dass der Mann, der die Familie versorgt, für diese Rolle
voll und ganz Leben muss, ja sich sogar in gewisser Weise aufopfert und sich
und seinen Körper ausbeutet?
Muss der heutige Mann nicht schon in der Schulzeit sein Gegenüber als Konkurrent
sehen? Als jemanden dem er nicht alles zeigen darf, da er sonst Gefahr läuft
sich und seine Schwächen bloß zu stellen? Darf sich ein Mann angreifbar
machen? Oder anders gefragt, kann er im ewigen Wettbewerb bestehen wenn er sich
zeigt wie er wirklich ist, wenn er sich berührbar macht?
Der Mann lebt rund acht Jahre kürzer als die Frau, die Risikobereitschaft
ist größer und Männer werden öfter als Frauen Opfer der
eigenen Gewalt. Es bedarf einer Neuorientierung.
Nicht alleine durch die Emanzipation der Frauen sollte sich das Bild der Männlichkeit
ändern. Vielmehr besteht die Notwendigkeit, dass wir Männer Verantwortung
übernehmen und unseren Ausdruck von Männlichkeit wandeln.
Der Mann kann erfahren wie wertvoll es ist, sich zu spüren. Nicht nur für
das Außen zu leben, wie etwa die Erfüllung der materiellen Werte
für die Familie, die Definition und gleichzeitig die Bestätigung des
Selbst über den Erfolg in Beruf, Sport und der leistungsorientierten Sexualität.
Wird der Mann wirklich glücklich und zufrieden indem er diesen Dingen nachgeht?
Der Einfluss der Gesellschaft auf das Rollenbild des Mannes.
In unserer Gesellschaft ist es kaum möglich, ein Bild des Mannes auf natürliche
Weise wachsen zu lassen. Medien und die Suggestion dieser prägen das Bild
von Männlichkeit - es ist ein trügerisches und unechtes Bild, es entspricht
nicht der Wirklichkeit und geht an der Essenz des "ganz Mann seins"
vorbei.
Wir glauben uns anpassen zu müssen. Um dem Bild des Versorgers gerecht
zu werden, um unsere innere Leere durch die Anerkennung von Außen zu füllen.
Ein Versuch der zum Scheitern verurteilt ist.
Unser Leben ist dadurch abhängig von der Masse, mit der wir mitschwingen.
Es zwingt uns in eine Art Uniformiertheit - eine Form der Integration, aus der
heraus wir hoffen stark zu werden.
Was Männer zu Helden macht.
Leben wir das von der Gesellschaft vorgegebene Bild der Männlichkeit, so
verleihen wir dem "Yang" Ausdruck - namentlich der Aggression, der
Dynamik, der Bewegung. Doch wenn wir nur das "Yang" in uns leben,
so wird aus der an sich gesunden Aggression schnell Gewalt.
Die integrierte Männlichkeit verkörpert sich in einer starken inneren
Autorität, in einem zu sich stehen - dazu gehören unter anderem die
Schwächen, die Schmerzen, die Unzulänglichkeiten und die Emotionen.
Auch der Kontakt zum Außen, das sich mitteilen und das Teil haben am Leben
selbst, ist eine Notwendigkeit um mit dem Leben in seiner Gesamtheit in Verbindung
zu gelangen.
Wesentlich ist es dabei den Kontakt zu dem zu finden, was der Mann "nicht
ist" - die Entdeckung der weiblichen Anteile im Mann. Richard Rohr schreibt
dazu in "Die Archetypen der Männlichkeit" unter anderem vom Liebhaber.
Er entspricht dem "Yin", dem "weiblichen" Anteil, er steht
in Verbindung mit Eigenschaften wie das Weiche, das Passive, die Ruhe und das
Empfangende.
Es ist jener Teil im Mann, dem er am meisten misstraut, obwohl er ein enormes
Energiepotential in sich birgt. Er erkennt die Schönheit, die Freude, ja
das Leben in den Dingen die den Mann umgeben. Der Liebhaber bringt den Genuss
und das sich fallen lassen im Alltag, er führt die Energie nach Innen aus
dem heraus sich der Mann neu erleben kann. Er beginnt sich wieder zu fühlen.
Aus der erlebten Bewusstheit bekommt die Aggression einen sanften Ausdruck,
er ist frei von Gewalt. Aus der Verbindung zu sich selbst vermag der Mann seinen
Weg mit innerer Gefestigtheit zu gehen.
Hier beginnt der Mann ein Held zu werden. Denn es benötigt Mut, neue Wege
zu gehen und zu dem zu stehen, was wir leben und wie wir handeln. Erst wenn
wir diese Verantwortung tragen können, finden wir einen natürlichen
Weg zum "Mann sein". Die Liebe zu uns selbst ermöglicht es uns,
uns und unsere innere Stärke und Schwäche, unsere Verletzungen und
Schmerzen anzunehmen. Sie gibt uns den Mut unsere innere Autorität wahrzunehmen
und ihr Ausdruck zu verleihen. Wer mit der Liebe verbunden ist, ist mit dem
Leben selbst in Verbindung.
Durch die entstehende Offenheit ist der Mann bestrebt sich mitzuteilen. Er
geht eine Verbindung mit seinem Gegenüber ein. Das spricht die Fähigkeit
an, in einen offenen Austausch zu gehen und nicht sich in sein Bedürfnis
nach Auffüllung der inneren Leere zu stehlen. Er ist fern davon sich selbst
und seine Umwelt zu benutzen.
In Wirklichkeit macht dieses Verhalten Männer zu Helden, die Zeiten haben
sich geändert. Was wir in unserem Männerleben brauchen, ist die Entdeckung
des Liebhabers in uns, der die Süße des Lebens erkennt und aus der
heraus er anders handeln wird als bisher. Wichtig ist, dass dieser weibliche
Teil im Mann seinen Platz neben dem Männlichen findet und beide Teile in
einem harmonischen Maß gelebt werden. Denn ohne innere Ausrichtung kann
keine Zielstrebigkeit gelebt werden - vielleicht resultiert daraus ein nachhaltigerer
Umgang mit uns Selbst, mit Anderen und der Natur.
Es braucht dann auch kein von der Gesellschaft vorgefertigtes Bild, an dem
sich der Mann orientiert - vielmehr ergibt sich die Männlichkeit aus seiner
inneren Autorität. Der Mann wird frei und lebt authentisch.
Newsletter
01/2007 - Männer im Aufbruch
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GESUNDHEIT VON INNEN.
Von der Kraft der Nahrung und was sie wertvoll macht.
Überlegen wir mal. Wie viel Zeit und Geld investieren wir, um uns von
Außen her schön zu machen? Wir pflegen und verwöhnen uns, wir
ziehen das feinste Gewand an um uns wohl zu fühlen. Es ist dies ein Ausdruck
unseres Umganges mit uns und unserem Körper und der Wertschätzung
uns selbst gegenüber.
Die Nahrung ist die Basis unseres Seins, sie baut unseren Körper auf.
Sie gibt uns die nötige Struktur und die Energie uns zu bewegen. Für
mich stellt sich die Frage, ob die Ernährung den richtigen Stellenwert
in unserer Gesellschaft hat. Was ist uns wichtiger? Eine ausgewogene und gesunde
Nahrung oder Kleidung die wir nach außen hin vertreten können?
Unsere Nahrung besteht zu einem großen Anteil an Wasser. Wasser speichert
Informationen, es nimmt die Schwingungen seines Umfeldes auf. In der Homöopathie
etwa wird dieses Phänomen bereits seit langem genutzt.
Jeden Prozess, den die Nahrung auf dem Weg zu Tische durchläuft, verändert
die Qualität erheblich. Dabei geht es noch nicht einmal um die Chemie die
verwendet wird, um möglichst effizient zu produzieren. Vielmehr spreche
ich hier die Art der Produktion an, spreche ich vom Einfluss den der Mensch
durch seine innere Haltung und Einstellung auf die Nahrung hat.
Ich habe da dieses Bild eines Arbeiters der am Fließband arbeitet. Für
einen Bruchteil einer Minute hat er diese Nahrung in seiner Reichweite und belädt
die Nahrung mit seiner Energie. Hier kommt es in erster Linie auf die Haltung
des Menschen an und auch darauf, wie es diesen Menschen geht. Es ist unser aller
Verantwortung darauf zu achten, dass es auch hier Arbeitsbedingungen gibt in
dem Menschen zufrieden sein können. Andernfalls essen wir diese Unzufriedenheit
mit.
Die Qualität unserer Nahrung steigt mit der Achtsamkeit, der Wertschätzung
und dem Umgang mit ihr. Es ist unsere Aufgabe darauf zu achten, dass unsere
Nahrung unbelastet ist und auf Nachhaltigkeit in der Produktion Wert gelegt
wird. Alle während der Produktion der Nahrung mitgegebenen Informationen
essen wir mit. Und wir nähren dadurch genau jene Eigenschaften in uns selbst.
Wir als Konsument haben einen wesentlichen Einfluss auf die Waren die wir im
Supermarkt zu kaufen bekommen.
Wenn wir uns selbst achten und wertschätzen so beginnt das schon mit dem
Umgang unserer Umwelt, in der unsere Nahrung entsteht. Letztlich ist es nicht
von Bedeutung wo diese Unachtsamkeiten geschehen, sie wirken sich auf uns und
unser Wesen aus.
Bilder
von Wasserkristallen als Ausdruck der enthaltenen Energie - Masaru Emoto
Ernährung - Grundlage
unseres Seins
Vegetarismus - ein Weg
mit Folgen?
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