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NEWSLETTER NR.: 03/2006 
DIE SUCHE NACH DEM INNEREN KIND. (TEIL 3) In
unserer Gesellschaft wurde und wird das Kind selten als dem Erwachsenen ebenbürtig
gesehen. Vielmehr galt und gilt es als eine Art "Untermensch", ohne
eigenständige Entscheidungsfähigkeit, ohne die Qualitäten, die
der Erwachsene für sich selbst beansprucht. Kinder, die in einem solchen
Umfeld aufwachsen mussten, nehmen diese Minderwertigkeit in ihr Leben auf, sie
glauben an die Eigenschaft des Kindes, das nicht als vollwertiges Lebewesen gesehen
wird. Der Kontakt zum inneren Kind wird nur sehr schwer aufrechterhalten. Menschen,
die nur der Persönlichkeit des Erwachsenen in sich eine Lebensberechtigung
zuschreiben, werden auf kurz oder lang das innere Kind völlig in den Hintergrund
drängen. Diese Erwachsenen haben andere Ziele und Werte. Die Eigenschaften
des inneren Kindes, wie etwa Gefühle, Spontaneität, Neugier, Entdeckungstrieb
und Freude bleiben dabei zurück. Wir haben verschiedene Seiten in uns,
wir sind der Erwachsene und gleichzeitig das Kind, und auch nur dann eins mit
uns wenn wir beide Seiten in uns akzeptieren und leben. Doch in unserer Gesellschaft
scheint kein Platz zu sein für das innere Kind, wir orientieren uns und definieren
unsere Wertigkeit anhand unserer Leistungen, unseres Berufes, dem Materiellen
und unseres Besitzes. Alles andere zählt nicht? Dennoch viele Menschen
in unserer Gesellschaft sind auf einer Suche. Doch was Suchen wir, können
wir doch von Glück sagen, mit allem Notwendigen zum Überfluss versorgt
zu sein. Im Grund suchen wir alle nur nach Zufriedenheit, Glück und Liebe.
Wir glauben dies alles im Außen, in unserer Umwelt finden zu können.
Doch bei dieser Suche finden wir nicht unser Glück, immer wieder stoßen
wir auf eine Leere - eine innere Leere. Ohne Verbindung mit dem inneren Kind,
kann keine Verbindung mit dem Außen stattfinden. Obwohl wir diese Verbindung
suchen, um der Einsamkeit zu entfliehen. Wir haben im letzten Newsletter bereits
über die Folgen dieser Suche gesprochen, die aus der Abhängigkeit heraus
entsteht etwas im Außen zu finden. Wir Suchen unsere Leere durch Beziehungen,
der Suche nach Anerkennung und in der Sucht zu füllen. In dieser Ausgabe
möchte ich ein Bild zeichnen, das uns Einblick in die Vielfalt unserer Persönlichkeit
verschafft. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Persönlichkeitseigenschaften
in uns. Bei dieser Darstellung geht es nicht um die Vollständigkeit der Vielzahl
an Persönlichkeiten bzw. Persönlichkeitseigenschaften in uns. Ich möchte
in dieser Ausgabe das innere Kind dem inneren Erwachsenen gegenüberstellen,
um aus der Sicht der Polarität dem inneren Kind auf die Spuren zu kommen. Betrachten
wir das System von Yin und Yang so sehen wir zwei verschiedene aber gleichzeitig
von einander abhängige Pole. Eines von beiden kann nur dann existent sein,
wenn es das Andere gibt. Die Suche nach dem inneren Kind ist gleichzeitig auch
die Suche nach unserem inneren Erwachsenen und der Verbindung beider. "Es
ist wichtig festzuhalten, dass das Bedürfnis, das innere Kind zu finden,
ein Aspekt der Reise eines jeden Menschen zur Ganzheit ist." Mut zur Selbstverantwortung,
John Bradshaw. Das innere Kind, es
spiegelt die Eigenschaften eines Kindes wieder. Die Fähigkeit sich zu wundern
- der Trieb neues zu entdecken, das Wissen um die Gleichheit der Menschen. Das
Kind ist weise und wissend, nicht im Sinne von logischem linearem Denken, vielmehr
zieht es seine Schlüsse aus einer Vielzahl an Eindrücken. Es ist verbunden
mit dem höheren Selbst und dadurch auch mit Anderen. Aus dieser Verbundenheit
entstehen Mitgefühl und Liebe zu Anderen. Ein Kind ist verspielt, phantasievoll,
lebendig, bereit zu geben und bereit zu lernen. Betrachten wir das Spielen,
so sehen wir bei einem Kind vordergründig Spontaneität und die Freude
am Spielen selbst. Es benötigt keine Regeln, es ist nicht von einer bestimmten
Tätigkeit abhängig. Anders beim Erwachsenen, der sein inneres Kind zurückgedrängt
hat und die Verbindung zu ihm abgebrochen hat. Der Erwachsene kann erst zum spielen
gelangen, wenn es als solches deklariert wird und von der Gesellschaft auch anerkannt
ist. Etwa der sportliche Wettkampf, der geplant ist und bestimmten Regeln folgt.
Es fehlt ihm die Offenheit zu seinem kindlichen Selbst, um aus jeder Alltagsituation
ein Spiel zu machen - viel zu ernst ist das Leben. Der Erwachsene, der mit seinem
Kind in Kontakt ist, verdrängt es dann oft aus der Angst heraus als nicht
seriös zu gelten. Somit verhindert er den Spaß an jeder Tätigkeit. Das
Kind hingegen handelt intuitiv, aus seiner Lust heraus und ist in Verbindung mit
den eigenen Bedürfnissen und seinen Gefühlen. Es ist hemmungslos und
probiert alles aus, auch wenn der Erwachsene sagt, dass es nicht funktionieren
kann. Es wagt sogar Fehler zu machen und hat dabei die Bereitschaft aus diesen
Fehlern zu lernen. Wir können unser inneres Kind mit unserer rechten Gehirnhälfte
in Verbindung bringen und mit dem Bauch - aus dem heraus eine Vielzahl unserer
Gefühle kommt. Es ist die Grenzenlosigkeit, die Freiheit und das instinktive
Handeln, das unser inneres Kind auszeichnet. Der
innere Erwachsene, ist hingegen die rationale Seite in uns, der Denker
und der Kritiker, der in Verbindung mit dem Erlernten steht. Er schafft durch
seinen Verstand Regeln und in diesem Sinne auch die Begrenztheit. Die Verbindung
mit der linken Gehirnhälfte, dem linearen, logischen Denken und dem Intellekt
ist im Erwachsenen stark. Anders als das Kind versagt er es sich Fehler zu
machen, er kontrolliert sich aus seiner Angst heraus etwas falsch zu machen. Lieber
eine "Chance" verpassen als dabei einen Fehler zu machen. Dadurch werden
die Alltagstätigkeiten zum "Krampf", was sich natürlich auch
auf körperlicher Ebene niederschlägt, in Form von Verspannungen, Fehlfunktionen
der Organe, Stress und vielem mehr. Doch haben diese Eigenschaften eine äußerst
wichtige Funktion. Der Erwachsene hat die Fähigkeit das verletzte Kind
in uns zu trösten - der falsche Vermutungen durch seinen Verstand rationalisiert.
Etwa, das Kind, das von sich glaubt nicht geliebt zu werden, weil es unmittelbar
nach der Geburt von seiner Mutter getrennt wurde und auf die Säuglingsstation
gebracht wurde. Es fehlte dem Kind die Wärme und Geborgenheit der Mutter
- eine angemessene Begrüßung. Verlassen in einem kalten Raum mit Neonlicht
musste es die Aufgabe am Leben zu sein meistern. Hier fühlte es sich eben
alleine und verlassen, dies verankerte sich in seinem Unterbewusstsein bis es
begann zu glauben nichts wert zu sein. Der Erwachsene kann, sofern er die innere
Stimme des Kindes nicht verdrängt, mit seinem rationalen Verstand dem Kind
dieses falsche Glaubensmuster nehmen und so das Vertrauen wiederbringen, das dem
inneren Kind fehlt. Das Kind in uns fühlt sich durch dieses Verhalten des
Erwachsenen gesehen, verstanden und geliebt. Das
ungeliebte Kind, lebt zurückgezogen, ist ängstlich und verletzt.
Es benötigt die Stütze unseres Erwachsenen der ihm Halt gibt, es umsorgt
und ihm Sicherheit gibt. Menschen, die in ihrer Kindheit nicht die Erfahrung mit
einem liebevollen Erwachsenen gemacht haben werden in ihrem gesamten Leben auf
der Suche nach dieser Fürsorge sein. Eine Suche im Außen, die bis zur
Sucht nach Substanzen, Beziehungen, Sex und vielem mehr gehen kann. Das
geliebte Kind, es besitzt die Eigenschaft der Offenherzigkeit, es ist
vertrauensvoll und lebendig. Es kann seine Bedürfnisse leben, aus dem Bauch
heraus und braucht vor nichts Angst zu haben. Sollte es mal einen Fehler machen,
hat es das Vertrauen, dass der Erwachsene da ist um es aufzufangen, um den richtigen
Weg zu weisen. Der lieblose Erwachsene, resultiert
aus der Entscheidung des Kindes sich Schützen zu müssen. Dies geht soweit,
dass der Erwachsene seine Gefühle, seine "unangenehmen" Empfindungen
versucht zu verleugnen und zu verdrängen. Er hat Angst vor der Traurigkeit,
dem Unbehagen, dem Schmerz, dem alleine sein und der Einsamkeit. Er beschützt
durch das Verdrängen sein inneres Kind und kommt damit auch nicht in Berührung
mit den "unangenehmen" Gefühlen. Gleichzeitig sucht er aber auch
mit Gefühlen von Außen in Verbindung zu kommen. Ein Widerspruch? Hier
können grundsätzlich zwei Typen unterschieden werden, der autoritäre
Erwachsene, der durch Kontrolle an der Außenwelt glaubt seine Zuwendung
zu bekommen und dem gleichgültigen Erwachsenen der dem Kind nicht die nötige
Hilfestellung zukommen lässt, der bereits resigniert hat und den Mut zum
Handeln nicht aufbringen kann. Der autoritäre Erwachsene versucht, durch
die Erfüllung der Regeln die von der Gesellschaft vorgegeben sind, sich und
dem inneren Kind die nötige Anerkennung zu verschaffen. Er stellt die Regeln,
die Verpflichtungen und die Werte der Gesellschaft vor den eigenen Bedürfnissen.
Er orientiert sich an materiellen Dingen, anhand der Leistungen in seinem Leben
und nicht an dem was ihm Freude und Zufriedenheit verschafft. Sein Handeln ist
immer an Bedingungen geknüpft - "Es ist gut, wenn
!" Es ist
die Maske unserer Gesellschaft die wir uns als liebloser Erwachsener überziehen,
eine Maske die uns weit weg bringt von uns selbst. Zudem versucht er durch
die Kontrolle seiner Umwelt die Erfüllung seiner Bedürfnisse zu erzwingen.
Der autoritäre Erwachsene glaubt, die nötige Anerkennung und Liebe durch
die Kontrolle seiner Nächsten zu bekommen. Etwa, indem er sich der Verbindung
zu seinem Gegenüber entzieht, wenn er nicht das bekommt von dem er denkt,
dass es ihm zusteht. Es ist ein Raub an unseren Mitmenschen. Hier kann auch Gewalt
in jeder Form eine Rolle spielen. "Vielleicht glauben
auch Sie, dass es wichtiger sei, geliebt zu werden als zu lieben, gesehen zu werden,
anstatt zu sehen, dass nur die Liebe und Bestätigung von anderen wirklich
zählen würden. Viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass ihre
besten Gefühle daraus gespeist würden, dass sie etwas von anderen bekommen
- Kontakt, Aufmerksamkeit, Sex, Bestätigung, Verständnis, Akzeptanz,
Liebe - , anstatt zu erkennen, dass ihre Gefühle daraus resultieren, dass
sie Liebe geben und sich selbst und Andere verstehen." Aussöhnung mit
dem inneren Kind, Erika J. Chopich und Margaret Paul . Dem gleichgültigen
Erwachsenen fehlt diese Kontrolle gänzlich. Eine Kontrolle, die durchaus
auch produktiv sein kann, und die unserem inneren Kind Sicherheit geben kann.
Das innere Kind fühlt sich von dem gleichgültigen Erwachsenen alleine
gelassen und nicht unterstützt. Durch seine Gleichgültigkeit fehlt ihm
die Verbindung zu seinem inneren Kind, gleichzeitig nimmt er dadurch seinen Schmerz
und seine Verletzungen nicht mehr wahr. Er glaubt sein inneres Kind dadurch schützen
zu können, dass er seine Empfindungen und Emotionen unterdrückt, indem
er die Stimme des inneren Kindes nicht wahrnimmt. Die Hilfestellung, die das innere
Kind benötigt ist seitens des gleichgültigen Erwachsenen nicht vorhanden,
seine Bedürfnisse versucht es daher im Außen erfüllt zu finden.
Es macht einen Menschen destruktiv, mögliche Folgen sind Sucht, Gewalt und
Raub an sich selbst und seiner Umwelt. Oft resultiert das Verhalten des Erwachsenen
auch in der Ohnmacht sich dem inneren Kind unterzuordnen, da es als Zeichen der
Schwäche gilt, die Bedürfnisse des Kindes zu erfüllen - der Glaube
die Kontrolle über sich zu verlieren. Das sind die Stimmen der Bezugspersonen,
die das Kind nicht im nötigen Maße schätzen und es nicht als vollwertig
betrachten. Sie haben dem Kind keine Möglichkeit gegeben, sich mit ihren
Bedürfnissen durchzusetzen. Beide Erwachsene hemmen die Offenheit des
inneren Kindes, sie geben ihm keine Stimme, treten nicht für die Interessen
und Bedürfnisse des Kindes ein. Dadurch leben sie getrennt von sich selbst
und gönnen sich keine Freude. Die Liebe wird ersetzt durch Regeln, das innere
Kind fühlt sich hilflos, alleine und wertlos. Es fehlt der Glaube an sich
selbst. Anstelle dessen, fühlt das innere Kind Scham und Mutlosigkeit. Es
führt schließlich zu einem destruktiven und selbstzerstörerischen
Leben. Der liebevolle Erwachsene, hingegen
ist der positive und dynamische Teil unserer Persönlichkeit, der Teil in
uns, der auf Bedürfnisse aktiv eingeht. Er steht im Dialog mit unserem inneren
Kind. Der liebevolle Erwachsene hat den Mut zur Innenschau und schafft es mit
seinen Gefühlen in Kontakt zu kommen, auch mit dem Schmerz und den Verletzungen.
Der liebevolle Erwachsene verleiht dem inneren Kind eine Stimme und drückt
die Emotionen des inneren Kindes durch sein Handeln aus. Der liebevolle Erwachsene
erfüllt die Bedürfnisse des inneren Kindes, er nimmt die Wünsche
wahr und ernst, er tröstet das innere Kind genauso wie er dem inneren Kind
Grenzen setzt. Der Erwachsene ist, anders als das Kind, mit der rationellen
Seite in Verbindung und bewahrt es damit vor Handlungen, die sich negativ auf
das Wohl des Kindes auswirken können. Für Kinder gibt es keine Grenzen,
für Kinder ist alles zu schaffen und in ihrer Naivität neigen sie zu
Handlungen, die nicht ihren Fähigkeiten entsprechen. Des Erwachsenen Aufgabe
ist es, für das Kind zu sorgen und ihm mit dem nötigen Maß an
Vertrauen und Autorität zu begegnen, um das Kind so vor unüberlegten
Handlungen zu bewahren, aber ihm auch die nötige Freiheit einräumt,
die es zur Entwicklung benötigt. Die Balance zwischen der Autorität
und der Gleichgültigkeit ist es die den liebevollen Erwachsenen kennzeichnen.
Wir können dies auch auf die Instanzen in uns anwenden. Der innere liebevolle
Erwachsene weis um die Bedürfnisse seines Kindes, und handelt dem entsprechend,
ohne das Gefühl von dem inneren Kind kontrolliert zu werden - er handelt
aus Liebe und der Kraft der Verbundenheit mit seinem inneren Kind. Aus
der Verbundenheit erwächst die Heilung. Durch den Kontakt des Erwachsenen
mit dem inneren Kind, kann der Mensch zur Ganzheit finden. Aus der Verbindung,
dem Spüren und Wahrnehmen, der Offenheit kann erst das Gefühl der Liebe
entstehen - eine Liebe des Selbst. Wenn wir in uns dieses Gefühl der Liebe
nicht wahrnehmen, können wir auch im außen die Liebe nicht finden.
Die Suche im Außen bleibt, aus dem Mangel des sich Selbst bewusst seins,
erfolglos. Wie können wir die Liebe eines Menschen wahrnehmen ohne die Liebe
je erlebt zu haben? Der getrennte Mensch - handeln
aus dem Ego. Das getrennt sein von uns selbst und unserer Umwelt resultiert
im verletzten inneren Kind und dem lieblosen Erwachsenen der es nicht vermag dem
inneren Kind den nötigen Schutz, Respekt, Liebe, Zuwendung, Akzeptanz und
Geborgenheit zu geben. Vielmehr versucht er nicht in die Schwingung seiner Umwelt
ein zu tauchen und mit offenen Sinnen die Welt fühlend in sich aufzunehmen.
Den Schutz, den der innere Erwachsene fälschlicherweise glaubt aufbringen
zu müssen, damit die Verletzungen und das alleine sein des inneren Kindes
nicht an die Oberfläche gelangt, ist im Grunde Schuld für die Trennung
zu sich und der Umwelt. So schützt er sich davor nicht mit dem in Verbindung
zu kommen nach dem er so sehnlich sucht. Eine Kette, die sehr schwer zu durchbrechen
ist, durch den Schutzmechanismus und der Angst mit den Gefühlen in Kontakt
zu kommen - immer tiefer wird die Trennung, bis zu dem Zeitpunkt wo sich der Mensch
öffnet. Ganzheit entsteht durch Akzeptanz beider Seiten - der "Guten"
wie auch der "Schlechten". "Wir müssen
akzeptieren, dass es letztlich nicht unsere Eltern sind und nicht Gott, die uns
verlassen haben; wir haben uns selbst verlassen
Viele unserer Schutzmechanismen
sind in Wahrheit unsere ältesten Freunde und Verbündete - erprobt und
treu. Sie haben uns, wenn alles andere fehlschlug, geholfen und geschützt.
Und obwohl sie uns inzwischen kaum noch gut tun, zögern wir doch sie loszulassen."
12 steps to Self - Parenting, Philip Oliver-Diaz u. Patricia A. O´Gorman. Wir
haben in unserer Kindheit oft keine anderen Alternativen gehabt uns vor Situationen
zu schützen, wir haben den Kontakt zu unserem Spüren, zu unserem inneren
Kind, abgebrochen. Dieser Schutzmechanismus ist derart in unsere Persönlichkeit
integriert, dass wir sie gar nicht mehr wahrnehmen. Deshalb ist es schwer aus
diesem Muster auszubrechen. Der verbundene Mensch
- handeln aus dem höheren Selbst. Ist der Mensch mit allen Aspekten
verbunden, so handelt er aus einer höheren Instanz heraus. Das innere geliebte
Kind steht mit dem inneren liebevollen Erwachsenen in einer engen Verbindung,
im stetigen Austausch. Es bedeutet Akzeptanz um seine "Schwächen"
und um seine "Stärken". Die schlechten Handlungen haben ebenso
die Berechtigung zu existieren wie die guten. Es müssen beide Seiten toleriert
werden, andernfalls gäbe es keine Ganzheit. Wenn wir aus der Instanz des
höheren Selbst Handeln, so sind wir bereit zu geben ohne dafür im selben
Atemzug etwas einzufordern. Der bedingungslose Aspekt des Gebens und der Liebe
macht die Liebe und das Geben erst stark und ehrlich. Fordern wir für
unsere Liebe eine "Gegenleistung", etwa dadurch, dass wir für unsere
Liebe auch geliebt werden wollen oder Anerkennung dafür fordern, handeln
wir eher aus unserem Ego heraus. Wir versuchen eher andere durch unsere Liebe
zu kontrollieren und zu manipulieren. Das höhere Selbst schafft die Verbindung
zwischen dem Optimismus - der Naivität des Kindes zu glauben alles erreichen
zu können - und dem Realismus - der Verstandes bedingten, von uns erlernten
"Gesetze und Regeln" des inneren Erwachsenen, der das innere Kind damit
vor dem Versagen und möglichen Enttäuschungen beschützt. Die Akzeptanz
seiner Gefühle führen zur Ganzheit. Erst die Verbindung dieser zwei
Pole in uns kann uns in Verbindung bringen mit unserer Umwelt. Wenn wir unseren
Körper betrachteten und nachfühlen in welchen körperlichen Bereichen
wir unseren inneren Erwachsenen und unser inneres Kind lokalisieren, so werden
wir sie in zwei unterschiedlichen, von einander getrennten, Bereichen finden.
Ich bringe das innere Kind mit dem Bauch in Verbindung, der Sitz der Gefühle,
die vor allem des Kindes Handeln steuert, er ist im Oberbauch, an dem Ort wo im
hinduistischen Glauben das dritte Chakra zu finden ist. Der innere Erwachsene
hingegen hat seinen Sitz im "Kopf". Es ist jener Teil in uns, der sich
im laufe unseres Lebens bildet und geprägt ist von unseren Umwelteinflüssen,
von dem Erlernten. Wenn wir aus dem höheren Selbst heraus handeln, so
stehen alle Bereiche unseres Körpers in Verbindung, die "Energien sind
im Fluss".
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AUSSTELLUNG "WEGE ZUR GESUNDHEIT" Vom 29. April bis zum 29. Oktober 2006 findet die steirische Landesausstellung
"Wege zur Gesundheit" im Kulturhaus Bruck/Mur statt. Vorrangig will
die Ausstellung die Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eines gesunden
Menschen vermitteln, der sich körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens
erfreut. Weiterführende Informationen: http://www.la2006.at/die_ausstellung/index.php
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FILMTIP: UNSER TÄGLICH BROT. ab 21. April österreichweit im Kino: Wien: Gartenbaukino, Stadtkino
St.Pölten: Cinema Paradiso Linz: City Kino Salzburg: Elmo-Kino Graz:
Kino im Augarten Klagenfurt: Volkskino Innsbruck: Leo-Kino 
Willkommen
in der Welt der industriellen Nahrungsmittelproduktion und der High-Tech-Landwirtschaft!
Zum Rhythmus von Fließbändern und riesigen Maschinen gibt der Film
kommentarlos Einsicht in die Orte, an denen Nahrungsmittel in Europa produziert
werden: Monumentale Räume, surreale Landschaften und bizarre Klänge
- eine kühle industrielle Umgebung, die wenig Raum für Individualität
lässt. Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen erfüllen die Funktion,
die ihnen die Logistik dieses Systems zuschreibt, auf dem der Lebensstandard unserer
Gesellschaft aufbaut. UNSER TÄGLICH BROT ist ein Bildermahl im Breitwandformat,
das nicht immer leicht verdaulich ist - und an dem wir alle Anteil haben. Eine
pure, detailgenaue Filmerfahrung, die dem Publikum Raum für eigene Erkenntnisse
lässt. "Die Lebensmittelproduktion ist ein geschlossenes System,
von dem man ganz unklare Vorstellungen hat. Die Bilder der Werbung, in denen Butter
gerührt wird und ein kleiner Bauernhof mit verschiedenen Tieren gezeigt wird,
haben nichts mehr damit zu tun, wo unser Essen tatsächlich herkommt. Es herrscht
eine Entfremdung in Bezug zu der Entstehung unserer Nahrung und zu diesen Arbeitswelten,
die es lohnt, aufzubrechen." Nikolaus Geyrhalter im Interview 35mm
(HDCam) + 1:1,85 + Dolby Digital + 92 min. Die Website zum Film: www.unsertaeglichbrot.at
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