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NEWSLETTER NR.: 04/2006 
BEWAHRE DEINE HALTUNG Nimm Dir einen Moment Zeit und spüre in Deinen Körper. Nimm Deine
Haltung wahr ohne sie gleich zu ändern. Was spürst Du? Wie sind Deine
Füße mit dem Boden in Verbindung - oder hast Du Deine Beine überschlagen?
Welche Teile Deines Gesäßes sind mit dem Sessel in Kontakt? Wie fühlt
sich dieser Kontakt an? Wie ist die Position Deines Beckens? In welcher Position
ist Deine Wirbelsäule? Sitzt Du aufrecht oder krumm? Was heißt den
überhaupt aufrecht? Ist Dein Kopf nach vorne geneigt, um besser dies geschriebene
lesen zu können? Wie fühlt sich Deine Haltung an? Spüre in dein
Gesicht, welche Stimmung drückt es aus? Passt es zu Deiner Haltung? Sitzt
Du entspannt? "Entspannen bedeutet nicht zusammensacken.
Du brauchst nicht zusammensacken, um Dich zu entspannen, aber wenn Du Dich nicht
entspannst, besteht die Möglichkeit, dass Du irgendwann zusammensackst."
Handbuch für den gewitzten Stadtkrieger, der Barfussdoktor. Wie ist
es um unsere Haltung bestellt? Was drückt unsere Haltung aus und was kann
die Entspannung in unserer Haltung bewirken? Was ist
Entspannung? Unter Entspannung verstehe ich ein harmonisches Maß
an Spannung, irgendwo zwischen Anspannung und dem völligen Fehlen von Spannung.
Im Sitzen brauchen wir ein gewisses Maß an Spannung um nicht zu "kollabieren".
Gäbe es keine Spannung, so würden wir nur irgendwie da hängen.
Der Rücken wäre krumm, es würde uns die Fähigkeit fehlen überhaupt
zu sitzen. Wir brauchen ein gewisses Maß an Spannung und Kontrolle. Im
Idealfall stützt uns unser Rückgrat, wofür wir im Prinzip keine
Spannung benötigen, doch schon bei den kleinsten Veränderungen unserer
Position würden wir umkippen. Wie viel Spannung aber brauchen wir? Der
Rückenstrecker, dem eine entscheidende Rolle für unsere Haltung zukommt,
besteht aus einer Vielzahl von unterschiedlich langen und starken Muskeln. Es
gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten in der Verwendung dieser Muskelgruppe,
deren Verwendung vor allem unserem Körperbewusstsein entspringt. In unserer
Entwicklung lernen wir allmählich diese Muskeln differenziert einzusetzen.
Nicht immer ist es von Nöten das gesamte Muskelkollektiv zu verwenden. Gerade
bei der Funktion des sich Aufrichtens oder des aufrecht Seins sind das unabhängige
Ansprechen der kleinen Muskeln von Bedeutung, andernfalls wenden wir zu viel Kraft
auf. Dies schädigt die Gelenke, die Durchblutung stagniert und die Nerven
in diesen "verspannten" Bereichen können ihre volle Funktion nicht
erfüllen. Dies ist ein Teufelskreislauf. Was geschieht wenn die Nerventätigkeit
in einem Bereich eingeschränkt wird? Wenn wir immer weniger wahrnehmen, was
in unseren Körper vor sich geht? Es werden sich falsche Bewegungsmuster manifestieren
und so schlussendlich zu strukturellen Problemen führen. Der Schmerz, der
von unserem Kreuz ausgeht, ist nur eines der Symptome. Bestehen diese Bewegungsmuster
weiter, dann, wenn sie zur Gewohnheit geworden sind, wird das Nervensystem überreizt.
Die Impulse des Nervensystems werden nicht mehr bis zum Gehirn vordringen, dies
lässt uns dann im Glauben, dass wieder alles in Ordnung ist. In diesem Stadium
können wir es lange Zeit aushalten. Die Schulmedizin behandelt Probleme am
Bewegungsapparat nur symptomatisch, die Schmerzen werden weniger, doch das Bewegungsmuster,
das zum Problem geführt hat, bleibt bestehen. Abhilfe schafft in den meisten
Fällen nur konsequente Arbeit mit dem eigenen Körper. Wenn die Bewusstheit
wieder in den Köper zurückkehrt, geschieht es oft, dass sich Symptome,
die schon vergessen geglaubt waren, wieder einstellen. Einzig aus dem Grund, dass
jene Nerven die paralysiert waren wieder erwachen und die Reize zum Gehirn geleitet
werden. Wir können auf unzählige Arten mit unserem Körper
arbeiten. Durch Sport, Yoga, Tai Chi, Chi Gong, Gymnastik und vieles mehr. Wenn
wir unseren Körper trainieren durch starke körperliche Betätigung,
etwa im Leistungssport, stärken wir unsere Muskeln, unser Kreislaufsystem,
die Atmung wird effizienter - doch verbessert es das Zusammenspiel unserer Muskeln
oder unsere Koordinationsfähigkeit? Wir können unsere Muskeln auf ein
hohes Niveau der Leistungsfähigkeit bringen, doch wesentliches an dieser
Leistung verschwenden, wenn wir unsere Muskeln nicht in einem koordinierten Maße
einsetzen. Um ein Bespiel zu nennen: um den Unterarm zu beugen, ist es nötig,
dass sich der Beugemuskel (M. biceps brachii) des Oberarms zusammenzieht, doch
viel wichtiger ist es, dass sich der Streckmuskel (M. triceps brachii) des Oberarms
völlig entspannt. Je besser das Zusammenspiel von Muskeln ist, umso effizienter
können sie eingesetzt werden. Es kommt noch hinzu, dass wir durch die
viele Bewegung mit dem "falschen" Bewegungsmuster unseren Körper
weiter schädigen. Auch Yoga, das einen kleinen Ausschnitt einer gesamten
Kultur darstellt, wird in der westlichen Kultur nicht als Lebenseinstellung verstanden,
vielmehr wird es zu Dehnungsübungen und Leistungssport degradiert. Dabei
ist es uns wichtig, das Ziel einer Übung zu erreichen, etwa das erreichen
der Zehen mit unseren Händen, anstatt uns auf das Spüren einzulassen
um unsere Grenzen und unseren Körper wahrnehmen zu können. Dabei zählt
nicht die Leistung, dies ist ein viel zu westliches Denken; viel wichtiger ist
der Aspekt des Üben selbst, andernfalls sollten die Übungen "Könnungen"
heißen - die Übung wäre dann aber sinnlos. Wenn wir Probleme
mit dem Bewegungsapparat haben, so ist es wichtig unser Nervensystem in seiner
Entwicklung zu fördern, indem wir in unser Bewegen und in unsere Haltung
spüren. Alleine durch unsere Aufmerksamkeit bilden sich neue Verknüpfungen
in unserem Nervensystem, aus dem heraus sich neue Bewegungsmuster bilden können.
Die beste Voraussetzung für Veränderung. "Energy
flow where the attention goes." S. Goodman. Bevor Du weiter ließt,
setze Dich aufrecht hin, überlege Dir wie die aufrechte Haltung für
Dich aussieht und wie sie sich anfühlt. Was kommt Dir in den Sinn? Was hast
Du bezüglich der Haltung für Erinnerungen aus Deiner Kindheit? Hier
ein Beispiel, wie Du aus dem Spüren heraus Deine Haltung aufrichtest und
dich dabei auch entspannen kannst: Eines noch, anfangs kann es Dir so vorkommen,
dass Du Dich in dieser Haltung, die Du einnehmen wirst, etwas verkrampfst oder
schief vorkommst. Das liegt vor allem daran, dass Deine "Fehlhaltung"
in Deinem Nervensystem das übliche und gewohnte Bild zeichnet. Alle Abweichungen
davon werden als ungewohnt empfunden. Setze Dich so hin, dass Du die Lehne
deines Stuhls nicht mit Deinem Rücken berührst! Stelle Diene Füße
so auf den Boden, dass sie mit der gesamten Fläche den Boden berühren.
Fühle, wie sich der Boden anspürt, denke nicht daran, das ist ein Holzboden
oder ähnliches. Sondern wie er sich eben anfühlt, kalt, warm, weich
Deine Oberschenkeln sollten im Idealfall parallel zum Boden sein, die Knie
im rechten Winkel gebeugt sein - so erreichst Du, dass die ganze Fußsohle
mit dem Boden in Verbindung ist. Spüre nach, wie Dein Becken mit dem Stuhl
in Verbindung ist, spüre wie das Sitzbein mit dem Stuhl in Verbindung ist.
Wie ist die Stellung Deiner Wirbelsäule, wo sind Spannungen? Ist Dein Kopf
geneigt oder ruht er auf der Halswirbelsäule, über der Mitte des Beckens? Beginne
jetzt mit einer sanften Wippbewegung des Beckens, so fein dass sie kaum wahrnehmbar
ist. Spüre dieser Bewegung der ganzen Wirbelsäule entlang nach. Was
bewegt sich? Werde mit der Bewegung allmählich größer, bleibe
dabei mit Deiner Aufmerksamkeit in der Wirbelsäule. Die Wirbelsäule
tendiert einmal zum Hohlkreuz, zum anderen zu einem Rundrücken. Was verändert
sicht? Bewegt sich der gesamte Oberkörper oder halten Dein Kopf und Deine
Schultern die Position im Raum? Bewegt sich Dein Becken autonom? Wenn die Bewegung
ihr Maximum erreicht hat, lass die Bewegung wieder kleiner werden. Spüre
den Punkt in der Bewegung, in der das Gewicht des Oberkörpers in die Mitte
des Beckens ruht. Mach diese Bewegung so lange bis sie nur noch ein Gedanke ist.
Spüre die Veränderung, die dieses in der Mitte sein ausmacht. Wie ist
Deine Atmung? Spüre ob sich Dein Kopf über der Mitte des Beckens befindet.
Was hat sich in den Fußsohlen verändert, ist der Kontakt der Fußsohlen
wie zuvor? Beginne nun, Deinen Oberkörper nach vor und zurück zu
bewegen, zunächst eine sehr kleine Bewegung. Lasse die Bewegung aus Deinen
Hüftgelenken kommen, die Wirbelsäule soll sich nicht beugen oder strecken.
Spüre dabei den Kontakt mit dem Stuhl. Was verändert sich? Werde allmählich
größer mit dieser Bewegung, so weit, wie es für Dich angenehm
ist. Was bewegt sich, ruht Dein Kopf auf der Wirbelsäule oder macht er die
Bewegung mit? Je nachdem, bewege den Kopf jetzt gegenläufig zu der Bewegung
die aus dem Becken kommt, etwa durch die Fixierung eines Punktes im Raum, wenn
Dein Kopf auf dem Oberkörper ruht oder umgekehrt. Spüre den Unterschied
der beiden Bewegungen. Werde wieder kleiner mit der Bewegung und finde dabei deine
Mitte. Was hat sich verändert? Nimm Dir Zeit um nach zu spüren. Aus
dieser Ruhe heraus beginne nun mit der Bewegung Deines Kopfes, nach vor und nach
hinten, so als würdest Du "Ja" sagen. Zunächst mache die Bewegung
sehr klein und werde allmählich größer damit. Spüre den Punkt
an dem der Kopf sein Gewicht an den Oberkörper abgibt, wo es keiner Muskelkraft
bedarf ihn zu halten. Wenn Du mit der Bewegung wieder kleiner wirst, nimm diesen
als Referenz. Dieser Punkt ist die Mitte, eine neutrale Stellung in der es selten
zu Verspannungen von Nacken oder Schultern kommt. Wenn du zur Ruhe gekommen bist,
so spüre Deiner Atmung nach, wie fühlt sich das an. Lasse dich in
dieser Position sinken, spüre dabei wie Dich Deine Knochen tragen, sie Dir
Halt und Sicherheit geben. Nimm einige Atemzüge - fühlt sich das Atmen
freier an? Geht der Atem bis in Dein Becken? Spüre auch die Kraft die Dich
nach oben zieht, woher kommt sie nun? Spüre Deine Stimmung - hat sie sich
verändert? Wenn Du in dieser Stellung Deinen Bildschirm nicht siehst,
Du Dich zu dem Bildschirm drehen musst oder Deinen Kopf aus der neutralen Stellung
beugen musst, kannst Du Dir überlegen, ob es sinnvoll ist, an der Ergonomie
Deines Arbeitsplatzes zu arbeiten. Diese Position ist anfangs nicht einfach
zu halten. Dein altes Muster wird Dich immer wieder einholen und mitunter sitzt
Du wieder zusammengesackt vor dem Bildschirm. Macht nichts. Erinnere Dich einfach
an diese Übung. Je öfter Du dich erinnerst, umso leichter wird es Dir
fallen, Deine aufrechte Haltung zu bewahren. Abgesehen davon, dass diese Haltung
zum Wohle Deines Körpers ist, es macht Dich auch leistungsfähiger, da
die Durchblutung Deines Kopfes gefördert wird, der Atem freier ist und Du
nicht so viel Energie aufwenden musst um zu sitzen. Ja in diesem Sinne, bewahre
Deine Haltung
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WIE VIELE VITAMINE BRAUCHT DER MENSCH Anfang der 90er Jahre wurde die Wichtigkeit der Vitamine, etwa als Fänger
der freien Radikalen, seitens der Ernährungswissenschaft propagiert. Freie
Radikale sind instabile Stoffwechselmoleküle, die mit beinahe allen Stoffen
reagieren. Sie gelten als Auslöser von Arteriosklerose, Krebs und diversen
Alterungsprozessen. Glücklicherweise fand die Wissenschaft eine Möglichkeit
diese freien Radikale zu neutralisieren. Die Vitamine A, C und E schützen
vor schädlichen Oxidationsprozessen, indem sie mit den freien Radikalen eine
Bindung eingehen und diese dadurch neutralisieren. Ernährungsexperten wiesen
auf die Bedeutung hin, sich vitaminreich zu ernähren, am besten mit Obst
und Gemüse und das möglichst frisch. Da die Ernährungsgewohnheiten
der Bevölkerung aber diesem Ideal nicht entsprachen, wurde der Gedanke laut,
die Bevölkerung mit Vitaminzusätzen in der Nahrung, meist künstlich
hergestellt, zu versorgen. Eine Obergrenze hielt niemand für nötig.
Für die Wirtschaft ein potentes Feld. Es gab eine Vielzahl an Studien
um die Wirksamkeit von Vitamingaben zu beweisen, doch nur eine einzige mit positiver
Bilanz. Die Ursache lag darin, dass in dieser Studie die Probanden tatsächlich
unter einer Unterversorgung von Vitaminen litten. Wir allerdings leben in einer
Überflussgesellschaft, in der es kaum zu Vitaminmangel kommt - da muss die
Ernährung schon katastrophal sein oder eine körperliche Stoffwechselstörung
vorliegen. Leider gibt es auch eine Kehrseite dieser Überflussgesellschaft
- die industrielle Landwirtschaft und Tierhaltung. Produkte aus dem Glashaus,
Gemüse aus Böden mit Kunstdünger reduzieren den Gehalt an Vitalstoffen.
Der Verlust ist radikal. So hatte beispielsweise eine Erdbeere im Jahr 1985 durchschnittlich
65 mg Vitamin C enthalten, dies reduzierte sich bis zum Jahr 1996 auf 19 mg Vitamin
C. Dennoch kann dieser Rückgang an Vitalstoffen nicht als Begründung
dienen, die Bevölkerung mit künstlichen Vitaminen nach dem Gieskannenprinzip
zu überschütten. Sinnvoller wäre es, sich über diesen Rückgang
Gedanken zu machen und die Produktionstechniken zu überdenken. Und dies ist
sicher nicht nur die Aufgabe der Industrie, sondern auch eine Frage unseres Konsumverhaltens.
Doch dies soll nun nicht das Thema sein. Können
Vitamine überdosiert werden? Werden Vitamine überdosiert,
kann es durchaus zu problematischen Reaktion im menschlichen Körper kommen.
Vor allem bei fettlöslichen Vitaminen können Probleme in Niere und Leber
auftreten. Beispielsweise wird Schwangeren abgeraten, Leber zu verzehren, es könnte
dem Ungeborenen schaden. Ein Zusammenhang mit Vitaminzusätzen in Tierfutter
ist nicht auszuschließen. Wer Multivitaminsäfte gegen den Durst
trinkt, läuft Gefahr, sich zu vergiften. Wird Vitamin D überdosiert,
kehrt sich die förderliche Wirkung der Aufnahme von Calcium um und bedingt
die Forcierung der Ausscheidung von Calcium. Sind natürliche
Vitamine gesünder? Vitamine im natürlichen Verband sind leichter
verfügbar. Das liegt daran, dass in natürlicher Nahrung eine Vielzahl
an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen, Spurenelementen und Mineralien enthalten
sind, sie erhöhen die Resorptionsfähigkeit des Körpers. Diese natürlichen
Vitamine sind nicht isoliert und auf einen Bestandteil des Vitamins reduziert.
Natürliche Vitamine kommen kollektiv in verschiedenen Verbindungen vor und
sind dadurch leichter von unserem Körper aufzuschließen. Vitamin
E als Beispiel. Es wird aus Öl(Soja, Weizenkeim, Sonnenblumenkern)
gewonnen - die Bezeichnung dafür lautet "Alpha - Tocopherol". Die
beste Form von Vitamin E jedoch enthält Tocotrienole. Das Problem bei der
künstlichen Herstellung ist die Isolierung von Alpha - Tocopherol, alle anderen
Bestandteile gehen entweder verloren oder werden umgewandelt - verfügbar
bleibt nur noch ein Bruchteil der notwendigen Bestandteile von Vitamin E. Dabei
geht eine Vielzahl an Antioxidantien verloren. Die Überlagerung der natürlichen
Nahrungsbestandteile fördert die Wirkung der Substanzen gegenseitig. Vitamin
C als Beispiel. In 100g Apfel sind durchschnittlich 20 mg Vitamin C
enthalten. In Experimenten konnte jedoch bewiesen werden, dass diese 20 mg denselben
antioxidativen Effekt haben wie die 100fache Menge an künstlichen Vitamin
C. Von dem Image, dass Vitamine natürlich sind, wie es in der Werbung
etwa für Multivitaminsäfte oder sogar für Babynahrung propagiert
wird, bleibt nicht mehr viel übrig. Vitaminherstellung ist die pure Chemie.
Beispielsweise werden Mikroorganismen verwendet, die sich in speziellen Nährlösungen
rasant vermehren, verwendet. Aber auch Bakterien, Hefe oder Algen werden für
die Produktion genutzt. Vitamin C wird beispielsweise durch spezielle Enzyme aus
Zucker gewonnen. Durch die Aufspaltung von Erdöl lässt sich in großen
Mengen Vitamin E herstellen. Künstlichen Vitaminen fehlt der Regelmechanismus,
sie reagieren leichter mit freien Radikalen und werden so selbst zu freien Radikalen
- dies führt zu dem selben Risiko wofür sie propagiert wurden, zu einem
erhöhten Krebsrisiko und Herzinfarkt. "Abwechslungsreich
ernährte Kinder haben heute keinen Vitaminmangel. Schon gar nicht bei Vitamin
C. Es ist ein besorgniserregender Trend, dass heftig beworbene Kinderlebensmittel
von ihrem Nährstoffgehalt nicht immer empfehlenswert sind und dann mit Vitaminen
und Mineralstoffen aufgepeppt werden. Wirklich gesunde Nahrungsmitteln brauchen
keine Zusätze." Karl-Heinz Wagner, Professor für Ernährungswissenschaft
im Profil-Interview Die Bedeutung der ausgewogenen
Ernährung.
- Wer sich in der heutigen Zeit ausgewogen ernährt
kann die nötigen Vitamine durch die Nahrung aufnehmen. Dabei gilt es einige
Dinge zu beachten.
- Die Vermeidung von Tiefkühlware. Das Tiefkühlen
reduziert die Vitalität der Nahrung, es wirkt thermisch kühlend.
- Die
Vermeidung von Fertiggerichten, sie haben lange Lagerzeiten, sind oft tiefgekühlt
und haben aus energetischer Sicht keinen Wert - entscheidend für die Qualität
der Nahrung ist der Umgang während der Produktion.
- Vermeidung der
Mikrowelle, sie zerstört wirklich jede Vitalität in der Nahrung. Katzen
etwa, deren Nahrung in der Mikrowelle erhitz wurde, starben.
- Vorsicht
bei Wurst oder gepökelten Produkten, hier wird meist Ascorbinsäure zugesetzt
um die Haltbarkeit der Lebensmittel und die Verträglichkeit des Pökelsalzes
zu erhöhen.
- Von Zeit zu Zeit mal in die Sonne gehen, dabei ist nicht
das Sonnenbad gemeint. Besser ist es einen Spaziergang zu machen. Es ermöglicht
die Produktion von Vitamin D.
- Wesentlich ist auch die Zubereitung und
der Umgang mit der Nahrung dabei.
- Die Frische entscheidet über die
Vitalstoffe in der Nahrung, lieber Gemüse aus der Umgebung als Kartoffel
aus Ägypten.
Eines noch, wenn wir aufhören Raubbau an uns
und unserer Umwelt zu betreiben, müssen wir uns auch keine Gedanken über
Vitamine machen. Weiterführende Links zum Thema Ernährung: http://www.energiewerk.at/wissen/ernaehrung.php
http://www.energiewerk.at/news/news.php?nlID=1
http://www.energiewerk.at/wissen/vegetarismus.php
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KLEINES VITAMINLEXIKON Vitamine sind organische Verbindungen, die vom Organismus nicht als
Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt
werden, die jedoch vom Stoffwechsel zum größten Teil nicht synthetisiert
werden können. Sie müssen deshalb mit der Nahrung aufgenommen werden.
Einige Vitamine werden dem Körper als Vorstufen (Provitamine) zugeführt,
die dann erst im Körper in die Wirkform umgewandelt werden. Man unterteilt
Vitamine in fettlösliche (lipophile) und wasserlösliche (hydrophile)
Vitamine. Dass Vitamine benötigt werden, ist zumindest bei einigen
Vitaminen genetisch bedingt. So können z. B. Schweine ca. 100 mg Vitamin
C/kg Körpergewicht produzieren, Menschen können dies aufgrund des Fehlens
von L-Galactonolacton-Oxidase nicht. Somit ist Vitamin C für Schweine kein
Vitamin. Verschiedene Lebewesen benötigen daher individuelle Vitamine. Allgemein
werden aber nur die für Menschen lebenswichtigen Stoffe als Vitamine bezeichnet. Ähnliche
Stoffe, die gesundheitsfördernd, aber nicht lebensnotwendig sind, werden
unter dem Begriff sekundäre Pflanzenstoffe zusammengefasst. Vitamine
sorgen grundsätzlich für das Funktionieren des Stoffwechsels, wo sie
katalytisch und steuernd wirken. Ihre Aufgabe besteht in einer Regulierung der
Verwertung von Nährstoffen wie Kohlehydraten, Eiweißen und Mineralstoffen,
sorgen für deren Ab- beziehungsweise Umbau und dienen somit auch der Energiegewinnung.
Vitamine stärken das Immunsystem und sind unverzichtbar beim Aufbau von Zellen,
Blutkörperchen, Knochen und Zähnen. Jedes einzelne Vitamin erfüllt
bestimmte Aufgaben. Sie unterscheiden sich dadurch auch hinsichtlich ihrer verschiedenartigen
Wirkungsweise. Einige stellen Koenzyme dar, andere wirken als Hormone oder greifen
in die Regulation des Stoffwechsels ein. Vitamin A Wichtig
für das Wachstum und Erhaltung der Haut und der Schleimhäute und des
Sehvorgangs, da es Baustein für den Sehfarbstoff ist. Nur mit Hilfe von
Retinol bindende Proteinen (RBP) wird Vitamin A für den Körper nutzbar,
wodurch ein Mangel an diesen Proteinen zu ähnlichen Symptomen führen
kann wie ein Vitamin A Mangel selbst. Kann überschüssiges Retinol nicht
durch RBPs gebunden werden, so treten Vergiftungserscheinungen auf. Wichtig für
den Vitamin A Haushalt ist das Spurenelement Zink, da es für den Vitamin
A Stoffwechsel wichtig ist. Vitamin B In der
Vitamin B Gruppe sind mehrere wasserlösliche Vitamine zusammengefasst. Vitamin
B1 (Thiamin) - es wird im Körper für den Kohlehydrat (Abbau von
K. im Gehirn) und Fettstoffwechsel (nötig zur Bildung der Magensäure)
benötigt. Außerdem ist es bei der Erregung der Nervenzellen und Weiterleitung
der Signale an das Gehirn von Bedeutung. Erst bei einer Menge von über
200 mg reagieren beispielsweise die Nerven überempfindlich auf Reize. In
einigen Fällen wurden bei intravenösen Verabreichungen schwere allergische
Reaktionen festgestellt. Vitamin B2 (Riboflavin) - wichtig für
die Blutbildung und am Eiweißstoffwechsel beteiligt. Es ist sehr wichtig
für die stoffwechselreichen Organe wie Leber, Herz und Niere. Vitamin
B6 - Aufbau der Nervenstränge und Eiweißstoffwechsel. Vitamin
B9 (Folsäure) - wichtig zur Blutbildung und das Herstellen der Erbsubstanz.
Kinderärzte fordern, dem Grundnahrungsmittel Mehl Folsäure beizumengen,
um die Wahrscheinlichkeit von Fehlbildungen bei Kindern zu verringern. Dagegen
protestieren jedoch Verbraucherschützer. Eine Überdosierung kann einen
Vitamin B12 Mangel verdecken. Vitamin B12 (Cobalamin) - notwendig
für die Produktion der roten Blutkörperchen; wichtig für die Funktion
der Nervenzellen und der Zellteilung. Bei einer Überdosierung von Vitamin
B12 wurden keine Reaktionen festgestellt. Da Vitamin B12 wasserlöslich ist,
werden Überschüsse über den Urin wieder ausgeschieden. Vitamin
C (Ascorbinsäure) Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin,
es beeinflusst die Stoffwechselvorgänge in den Zellen und ist an der Bildung
von Hormonen beteiligt, es festigt das Gewebe. Weiters begünstigt es die
Eisenresorption im Dünndarm. Studien belegen, dass Vitamin C keinen Einfluss
auf Erkältungskrankheiten hat. Eine Überdosierung ist selten, da bei
vermehrter Gabe die Resorption verringert wird, das Risiko für die Bildung
von Nierensteinen ist allerdings erhöht, da Ascorbinsäure zum Teil in
Oxalsäure umgewandelt wird. Weiters ist bekannt, dass eine Überdosis
Vitamin B12 zerstören kann. Eine erhöhte Gabe über einen längeren
Zeitraum führt in manchen Fällen zu Übelkeit, osmotischem Durchfall,
Blähungen, Magenkrämpfen und Schlaflosigkeit, bei älteren Menschen
sogar zu Niereninsuffizienz mit tödlichem Ausgang. Vitamin
D (Calciferol) Vitamin D ist für die Einlagerung des Calciums in
die Knochenmatrix wichtig, es dient als Vorstufe für eine Reihe an Hormonen.
Eine Überdosierung ist selten, die Vitamin D Bildung ist von der Sonneneinstrahlung
abhängig. Es gab allerdings Fälle oraler Überdosis aufgrund von
Herstellungsfehlern und Industrieunfällen. Sie führt zu Hypercalcämie
und Atherosklerose und letztendlich zum Tod, eine Überdosis ist also sehr
wohl möglich. Die Reinsubstanz ist in großen Mengen sehr giftig. Vitamin
E (Tocopherol) Vitamin E steht für eine Gruppe von (bis heute)
acht fettlöslichen Vitaminen mit antioxidativer Wirkung, sie sind Bestandteil
aller Membranen tierischer Zellen. Es wird für die Zellbildung benötigt
und wirkt als Radikalfänger, in dem es selbst zu einem reaktionsträgen
Radikal wird. Überdosierung ist nicht bekannt. Vitamin
K (Phyllochinone) Es wird zur Synthese von Thrombozyten benötigt
und hilft damit bei der Blutgerinnung. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Vitamine
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