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NEWSLETTER NR.: 05/2006 
DIE MITTE DES MENSCHEN - HARA (TEIL 1) "Brust heraus - Bauch herein
" Wer kennt diesen Spruch nicht
aus Zeiten seiner Erziehung. Es ist eine gut gemeinte Anleitung, die zur Folge
hat, die rechte Mitte zu verfehlen. Durch diese Haltung schnüren wir uns
nach unten hin ab, die Aufmerksamkeit wird weiter im oberen Bereich des Körpers
gehalten. Ein derartiges Körperbild manifestiert sich neben der Entwicklung
von Verspannungen, in unserer Haltung unserer Umwelt gegenüber, in unserem
Handeln und Denken. Die "natürliche Ordnung" ist dadurch gestört.
Die Orientierung nach oben hin bewirkt die Trennung von den eigenen Wurzeln,
von seiner natürlichen Kraft.
Nun könnten wir auch sagen die Mitte des Menschen befindet sich doch im
Herzen - dem Zentrum der Emotionen, der Liebe und der Leidenschaft - und das
Denken ist in unserer Gesellschaft von größter Bedeutung. Doch, was
ist Liebe und die Gabe des Denkens ohne der rechten Mitte - wenn wir unsere
Wurzeln vergessen, unsere, teilweise auch negativen, Emotionen unterdrücken.
Entstehen dadurch nicht eher Handlungen die aus dem Ego, aus dem rationalen
Denken kommen? Es ist dies gleich zu setzen mit der Trennung von der Natur.
Wenn wir den menschlichen Körper betrachten der seine Mitte in der Brust
hat, der dem oben angeführten Bild folgt, sehen wir einen Menschen der
seinen Brustkorb aufbläht, seinen Bauch verbirgt. Diese Haltung bringt
enorme Spannungen in unseren Körper, das Atmen findet ausschließlich
im Brustraum statt, ja sogar jegliche Bewegung des Bauches wird sich ein solcher
Mensch verweigern. Die Folgen sind Kurzatmigkeit, eine schlechte Verdauung,
Vermeidung von körperlicher Anstrengung, kurz eine Beschneidung der Lebenskraft
und des Lebens selbst. Nebenbei wird das Fühlen der ursprünglichen
Einheit des Lebens, aus dem auch das menschliche Leben hervorgeht, verhindert.
Der Mensch wird zu einem "aufgeblasenem Ich", jemanden der sich über
alle Dinge stellt und dabei vergisst, sein Potential zu entwickeln. Vielmehr
stellt er sich auf den Standpunkt, alles zu beherrschen. So hoch oben vermag
es niemand mehr sich dem Lernen und der Wahrnehmung des Außen hin zu geben,
er bleibt in seiner Entwicklung stehen und verfehlt dabei eines seiner Ziele,
namentlich dem Dienen des natürlichen Bewusstseins.
Dem Menschen ist zugedacht, zwischen Himmel und Erde zu stehen - er schafft
dadurch die Verbindung zwischen Natur und Geist, zwischen dem Kollektiven und
dem Ich. Diese Polarität treibt das Handeln an, sie bringt Spannung in
des Menschens Leben. Er strebt entweder zur einen oder zur anderen Seite, entweder
in Richtung unbewusster Natur oder in Richtung bewusster Geist. Diese Spannung
durchwirkt das gesamte Sein, der Mensch sucht dadurch immerfort eine Lebensform
zu finden, in der sich diese Spannung löst.
Eingespannt in dieser Spannung, kann sich der Mensch der einen oder anderen
Seite hingeben, wird aber sobald er das Eine erreicht hat in eine konträre
Richtung tendieren. Ähnlich, wie es im Symbol von Yin und Yang dargestellt
wird, kann das eine nicht ohne dem anderen Sein. Es sind immer zwei Aspekte
die zusammenwirken, die voneinander getrennt nicht existieren können. Der
Mensch mit dem rechten Hara vermag es zwischen diesen Polen sein Leben zu leben
- ein Leben in dem die Anspannung genauso berechtigt ist wie die Entspannung.
Hara ist der Inbegriff der Mitte, und bezeichnet das rechte Verhältnis
zwischen Innen und Außen, zwischen Geist und Materie. Hara ist sozusagen
die Zentriertheit des Menschen, es bedeutet wörtlich übersetz "Bauch".
Im Bauch findet sich auch die räumliche Mitte des Menschen, bei einem Mensch
mit Hara finden wir den Schwerpunkt des Menschen auch an diesen Ort.
Hara und seine Bedeutung in Japan.
Der Begriff Hara steht in Japan nicht nur für diesen körperlichen
Bereich des Menschen, er wird viel umfassender verstanden als in unserem Kulturraum.
In Japan sehen die Menschen im Hara die Erdmitte, das Zentrum des Seins, von
der heraus der Mensch seine Kraft schöpft. Die Art und Weise wie ein Mensch
in Beziehung zur Umwelt und der Natur steht ist abhängig von seinem Hara.
Hara zu haben ist gleichzusetzen mit dem geerdet sein, dem verankert sein mit
dem Boden - der Erde als Lebens bringende und uns versorgende Mutter. Der Mensch
mit Hara aber definiert sich nicht alleine durch die Beziehung zur Erde und
seinem Ursprung, da das rechte Hara von einem Gleichgewicht der Kräfte
genährt wird, ist der Bezug zum Himmel, das Denken, die mentalen Eigenschaften
und die spirituellen Kraft ebenso von Bedeutung. Der Mensch lebt immer, sei
es bewusst oder unbewusst, in diesem Spannungsfeld. Das gesunde Hara zeichnet
sich durch die Lebendigkeit dieser Polaritäten aus, die in einem harmonischen
Maß zusammenwirken.
Betrachten wir zunächst das Stehen des Japaners. Anders als in der westlichen
Kultur sehen wir den Japaner mit beiden Beinen fest auf der Erde stehen - ein
Japaner, ich spreche hier von dem Japaner der noch in Verbindung lebt mit der
Tradition, kommt nie auf die Idee sein Gewicht nur auf ein Bein zu stellen.
Es ist eher ein schlichtes dastehen, fest verankert mit leicht herabfallenden
Schultern, der Kopf ein wenig nach unten geneigt. Dennoch vermittelt er nicht
den Eindruck zusammen zu sacken, im Gegenteil, er macht eher den Eindruck aus
seiner innern Kraft heraus der Schwerkraft entgegen zu wirken.
"Aufrecht, standfest und gesammelt - das sind die drei Zeichen
der Haltung, die für den Japaner, der in seinem Sinn richtig steht, charakteristisch
ist und die als Ganzes der Ausdruck für das Dasein von Hara ist."
Hara - die Erdmitte des Menschen, K. F. Dürckheim.
Der Japaner betrachtet sein Leben als ständige Übung. Er nimmt nicht
alles Gegebene als selbstverständlich hin, vielmehr ist er bestrebt sich
in seinem Leben stetig weiter zu Entwickeln. Er lässt sich sozusagen nicht
gehen, sonder sucht ein weiter kommen. Hier ist die Suche der rechten Mitte
von größter Bedeutung - die Suche nach dem was der Japaner Hara nennt.
Hara und seine Bedeutung in Europa.
Was zeigt sich im Vergleich dazu in unserer Gesellschaft und in unseren Ansichten
in der Haltung? Wie ein Mensch sitzt oder steht sagt viel über sein Wesen,
über die Art seiner Tätigkeit und vieles mehr aus. Wenn ein Mensch
zur Tür herein kommt, sehen oder spüren wir das Wesen des Menschen
schon in der ersten Sekunde - dadurch verändert sich die Stimmung in dem
Raum.
Der Europäer hat sein Zentrum anders positioniert als der Japaner. Die
Bedeutung liegt eher in den oberen Bereichen - des Denkens und dem Sitz des
Egos. So steht er mit aufgeblähtem Brustkorb und hochgezogenen Schultern,
verlagert sein Gewicht mal auf das eine mal auf das andere Bein. Durch die Verweigerung
seiner Basis kann er, im Sinne von Hara, seine rechte Mitte nicht finden. Es
ist ein Kampf mit der Spannung und dadurch ein ständiges suchen der Entspannung,
er ist genötigt mit viel Anstrengung der Schwerkraft entgegen zu wirken,
da er die rechte Mitte verfehlt. Es ist ein Auf und Ab zwischen den Polen, ein
Hin und Her gerissen sein in der er nie zur Ruhe kommt. Natürlich ergeht
es dem Menschen mit Hara ähnlich, jedoch sind die Gegensätze nicht
so weit entfernt von der Mitte. Es gelingt dadurch dem Menschen mit Hara leichter
in seine Mitte zurück zu finden.
Betrachten wir zunächst den Unterschied im Ausdruck zwischen dem Japaner
und dem Europäer.
Der Japaner drückt in seinem Stehen Ruhe, Kraft und Zentriertheit aus und
steht mit beiden Beinen im Leben. Für ihn macht es keinen Sinn sich größer
zu machen als er ist - er strahlt Zufriedenheit aus, eine Zufriedenheit, die
in der Verbindung mit allen Elementen wurzelt.
Der Europäer hingegen, der sich getrennt hat von seinen Wurzeln - die Sexualität
ist genauso ein Tabu wie das Leben von echten Gefühlen - kontrolliert sich
viel mehr, er muss den Regeln der Gesellschaft entsprechen und orientiert sich
mehr im Außen und in seinem Ego als durch die Verbindung des Außen
mit seinem individuellen Wesen. Er wirkt eingepfercht in das Korsett der Gesellschaft
aus dem er nicht vermag auszubrechen. Dennoch macht er dies nicht der Gesellschaft
zuliebe, vielmehr resultiert sein Verhalten aus der Suche nach Annerkennung
- um sein bedürftiges Ego zu stärken.
"
Das Tor aufschlagen zum Weg, auf dem der Mensch
"ganz" werden kann. Wirklich "ganz" ist der Mensch, dessen
Selbst das in ihm verkörperte Wesen - die individuelle Weise der Teilhabe
am Sein - verwirklicht. Der Mensch ist so lange nicht "ganz", als
ihm die Integration seiner Selbst mit dem Wesen nicht, solange er also z.B.
nur in einem Ich lebt, das nicht vom Wesen her, sondern von außen bestimmt
ist." Hara - die Erdmitte des Menschen, K. F. Dürckheim.
Übung ist der Weg zur "Ganzwerdung" der stetig und mit Ausdauer
geschieht, Hier ist nicht ein Weg gemeint der nach einer einseitigen Art die
Vergeistlichung anstrebt - vielmehr ist es die unaufhörliche Suche nach
der Verwurzelung in unserer Mitte der Ursprünglichkeit, was hier als Hara
zu verstehen ist.
Im Ayuveda etwa, gibt es keine Meditationstechnik - der Weg zum transzendentalen
Bewusstsein - ohne zunächst seinen Körper zu bewegen. Erst das rechte
Verhältnis von körperlichen und geistig-spirituellen bringt dem Übenden
transzendente Erfahrungen und seine persönliche Weiterentwicklung. Der
Mensch, der dies vermag, ruht in seinem Hara, dessen Vollendung zur inneren
Reifung führt.
Doch was bedeutet für uns üben? Schwingt in unserer Kultur nicht
eher der Gedanke mit, etwas zu können? Ich sehe es in meinen Kursen ("Körperbewusstsein"),
wenn ich neues bringe, oder wenn Übungen an die Grenze der Leistungsfähigkeit
gehen. Hier kommen die Übenden in einen Zustand der Ohnmacht - sie steigen
schlichtweg aus der Übung aus, anstatt die Grenzen, deren sie sich bewusst
werden mit Liebe und Respekt zu ertasten und ihre eigenen Grenzen behutsam und
mit Ruhe zu erweitern. Sie nehmen die Übung nicht an oder sehen nicht das
eigentliche Ziel, namentlich der Gewinn an Sensibilität gegenüber
ihrem Körper.
Wir orientieren uns viel mehr an unseren Leistungen und geben uns damit einem
Irrlauf hin, da wir ohne uns zu spüren die Übung nicht perfektionieren
können. Jenes Muster - Leistung erbringen zu müssen - finden wir in
unserem alltäglichen Leben wieder. Durch die Beharrlichkeit etwas können
zu müssen nehmen wir uns jede Möglichkeit uns weiter zu entwickeln,
da wir uns verbieten, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen. Hier fehlt das
Hara, wir sind zu sehr in unserem Ego verhaftet, das uns nur den Blick nach
außen ermöglicht - Leistung um Anerkennung zu bekommen.
Der Japaner sieht in jeder Kunst, in jeder Tätigkeit seinen Sinn über
die Leistung hinausgehend. Die Übung, der Japaner versteht sein gesamtes
Leben als Übung, zielt auf jene Verfassung hin, die er Hara nennt. Er behält
sein Ziel zwar immer im Auge, doch ebenso bedeutend ist es, wie, in welcher
Art er sein Ziel erreicht. Egal, welche Tätigkeit ein Mensch mit Hara ausübt,
er wird es in Einklang mit dem Großen und dem Kleinen machen. Geschehen
diese Handlungen aus des Menschens Hara, besteht auch die Möglichkeit sie
zur Vollendung zu bringen und mit der Tätigkeit zu wachsen.
Der Mensch mit Hara bleibt nicht im Wunsch der Erbringung von Leistung verhaften,
sondern im Tun selbst - das Ich richtet seine Aufmerksamkeit vollständig
auf die Handlung. Die Handlung und das Ziel bleiben gleichsam vom Ich fixiert.
Diese Konzentration auf die Handlung und das Ziel selbst erzeugen den zielbezogenen
Willen. Der Mensch verliert sich nicht im Ziel, nicht im Tun und nicht in sich
selbst - alle Teile und Funktionen müssen beherrscht sein - die Konzentration
auf allen Teilen in harmonischen Maße fixiert sein, um das Ziel zu erreichen
und die Leistung zu erbringen.
Bleibt der Mensch in seinem Ich befangen, versucht er sein Dasein zu bewahren.
In unserer Gesellschaft ist er getrieben von dem Drang, sich durchzusetzen,
sich zu erhalten als der er ist. Mitschwingt dabei die Sorge um Abwertung und
Minderung. Was bleibt, ist die Suche nach Geltung und Macht.
"
in allen Ich bedingten Erleben fehlt dem Menschen
das Vertrauen in die Kraft aus dem Wesen, die seine Stellung in der Welt von
wo anders her sichert und trägt. Wenn in allem tun das Ich vorherrschend
ist, steht alles meisterliche Tun auf schwankenden Boden." Hara - die Erdmitte
des Menschen, K. F. Dürckheim.
Welche Rolle spielt die Angst des sich blamierens? Ist es nicht so, dass wir
Situationen vermeiden, die uns zum Versagen führen könnten. Wie definieren
wir unsere Stellung in dieser Welt? Der ewige Kampf um Anerkennung wäre
sinnlos, würden wir in unserer Mitte, in unserem Hara, gefestigt sein.
Dann, wenn wir in unserer Mitte verankert und mit dem Großen und Kleinem
gleichsam verwachsen sind, hätten wir die Kraft und das Vertrauen aus uns
heraus zu bestehen und hätten den Vergleich mit Anderen nicht nötig.
"Ein sicherer Grund ist erst gefunden, wo der Mensch woanders
als im Ich gründet, d. h. auch in seinem Selbst- und Weltbewusstsein in
seinem Wesen verankert ist." Hara - die Erdmitte des Menschen, K. F. Dürckheim.
Immerwährend geht es bei der Vervollkommnung allen Tuns um das finden
des Schwerpunktes - das loslassen seines Ichs und das entspannte Ruhen in der
Mitte. Erst wenn der Mensch sich von dem aus seiner Willenskraft getriebenem
Handeln löst, kann er Eins werden mit dem Ganzen und Tätigkeiten zur
Vollendung bringen.
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ANTIBIOTIKA Was sind Antibiotika?
Antibiotika werden in der Schulmedizin gegen bakterielle Infektionen eingesetzt.
Im ursprünglichen Sinne sind Antibiotika natürlich gebildete Stoffwechselprodukte
von Pilzen und Bakterien, sie hemmen schon in geringen Mengen das Wachstum von
Mikroorganismen oder töten diese ab.
Die Entdeckung von Antibiotika gehört zu den bedeutendsten Entwicklungen
der Medizingeschichte.
Der wohl bekannteste "Produzent" von Antibiotikum ist der Schimmelpilz
Penicillium chrysogenum. Sein Produkt, das Penicillin, ist ein Synonym für
Antibiotikum. Die meisten medizinisch verwendeten Antibiotika werden aber biotechnologisch
von Bakterien wie den Streptomycenten produziert.
Antibiotika sind die weltweit am häufigsten verschriebenen Medikamente,
sie bilden den größten Einzelbereich im Arzneimittelverbrauch. Der
Marktanteil der Antibiotika beträgt dreizehn Prozent.
Wogegen werden Antibiotika eingesetzt?
Antibiotika wirken ausschließlich auf bakterielle Infektionen. Der Arzt
wählt zur Therapie ein Antibiotikum aus, das für den Bakterienstamm
wirksam ist. In Labors kann ein Antibiogramm erstellt werden um die Therapie
mit dem geeigneten Medikament gezielt ein zu setzen. In manchen Fällen
ist es jedoch notwendig, sofort mit der Therapie zu beginnen, etwa bei Gehirnhautentzündung
oder Nierenbeckenentzündung bei Säuglingen, dabei kommen Antibiotika
mit breitem Wirkspektrum zum Einsatz. Die Therapie muss über einen ausreichenden
Zeitraum fortgesetzt werden, um sicher alle Erreger abzutöten und Resistenzentwicklung
und Infektionswechsel zu vermeiden.
Resistenzen
Bei resistenten Bakterien führt die Behandlung mit einem oder mehreren
Antibiotika nicht zum Absterben der Bakterien. Jene Bakterien sind widerstandsfähig
gegen Antibiotika.
Die Ursache ist zum einen eine unkritische Verschreibung von Antibiotika. Vor
allem bei Krankheiten, die auch durch einen Virus ausgelöst sein können.
Wobei hier ein einfacher Test Abhilfe schaffen könnte. Bei Bronchitis etwa
verursachen Bakterien nur fünf Prozent der Krankheitsfälle.
Auch wenn Antibiotika unterdosiert oder die Therapie nicht lange genug fortgesetzt
wird, kann es zur Resistenzentwicklung kommen.
Eine weitere wichtige Ursache für Resistenzen ist der prophylaktische Einsatz
von Antibiotika zur Wachstumsförderung in der industriellen Tierzucht.
Hier gibt es bereits EU- weite Bestimmungen die den Einsatz von Antibiotika
in diesen Bereichen reduzieren.
Ein weiteres nicht zu unterschätzendes Risiko bergen die Nebenwirkungen
und die Auswirkungen auf die Umwelt. Arzneimittel, und damit auch Antibiotika,
sind aufgrund ihrer Bestimmung in der Regel biologisch hochaktive Stoffe, die
selbst oder deren Stoffwechselprodukte in der Umwelt bei entsprechenden Konzentrationen
zu Schäden führen können. Aufgrund verbesserter Analysetechniken
werden seit etwa Mitte der 1990er Jahre vermehrt Arzneimittel bzw. deren Rückstände
in Oberflächen-, Grund- und Trinkwässern nachgewiesen. In den letzten
50 Jahren wurde insgesamt rund eine Million Tonnen verschiedener Antibiotika
in die Biosphäre freigesetzt. Eintragsquellen in die Umwelt sind neben
den Ausscheidungen (Urin, Kot) von Mensch und Tier auch weggeworfene ungebrauchte
Arzneimittel.
Es wird befürchtet, dass sich durch das Vorhandensein von Arzneimitteln
bzw. deren Rückstände in der Umwelt leichter Resistenzen, insbesondere
bei Bakterien gegen Antibiotika ausbilden können.
Die Wirkung auf unser Immunsystem, und die Langzeitwirkung.
Antibiotika wirken nicht nur auf Bakterien die uns schaden und zu Krankheiten
führen. Obwohl sie gut vertragen werden, kommt es häufig zu Nebenwirkungen.
So können Antibiotika die immunrelevante Darm- und Scheidenflora schädigen,
indem sie das natürliche Bestehen der lebensnotwendigen Bakterien abtöten.
Die Vermehrung von schädlichen Bakterien und Pilzen wird dadurch begünstigt.
Es kann zu postantibiotischen Infektionen oder Pilzbefall kommen.
Die Langzeitfolgen von Antibiotika wurden bisher kaum untersucht.
Krankheit - ein Belastung in unserem Alltag.
Oft wird der Einsatz von Antibiotika seitens des Patienten gewünscht. Der
Grund dafür ist in unserer Gesellschaft zu finden, die Krankheit nicht
akzeptiert. Die Angst, seine Arbeit zu verlieren, ist nur einer der wenigen
Gründe warum eine baldige Genesung gewünscht wird. Dass Krankheit
auch zur Entwicklung, gerade bei Kindern, beiträgt, bleibt gerne unbeachtet.
Gesundheit - eine
Einladung zur Diskussion
Alternativen zum Einsatz Antibiotika.
Eine Alternative, die den Einsatz von Antibiotika reduzieren könnte, ist
der CRP (die Abkürzung für C-reaktives Protein) Bestimmung im Blut.
Der Test zeigt, mit einer 95%igen Wahrscheinlichkeit, an, ob die Krankheit viralen
oder bakteriellen Ursprungs ist. Durch einen Blutstropfen im Finger kann binnen
weniger Minuten der CRP-Wert ermittelt werden.
Auch die Homöopathie kann einen Beitrag zur Vermeidung von Antibiotika
leisten. Nicht immer ist es notwendig, jede Infektion gleich mit Antibiotika
zu bekämpfen. Krankheit hat auch Sinn und sie führt zur Kräftigung
des Immunsystems. Es kann auch beobachtet werden, dass manche Krankheiten, wie
etwa die Mittelohrentzündung oder Scharlach bei Kindern, nach einer Antibiotikatherapie
immer wieder kommt. Ob das Abtöten der Bakterien immer die beste Lösung
ist, wage ich als Laie zu bezweifeln.
Das versprechen
alternativer Heilmethoden
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DIE SPRACHE - VOLLKOMMEN UNVOLLKOMMEN "Sprache ist eine ausschließlich dem Menschen eigene,
nicht im Instinkt wurzelnde, Methode zur Übermittlung von Gedanken, Gefühlen
und Wünschen mittels eines Systems von frei geschaffenen Symbolen."
Edward Sapir: zitiert nach John Lyons, 4. Auflage, 1992, S. 13.
Sprache ist ein Kommunikationsmittel, mit Hilfe derer wir uns verständigen
können. Von klein auf lernen wir die Laute, die wir im Stande sind zu machen,
in verschiedenen Variationen zusammen zu fügen. Wir formen daraus Wörter,
Sätze, Absätze um Dinge, Begebenheiten, Emotionen für Andere
klar zu machen. Diese Fähigkeit, diese Laute zu verschachteln und zu kombinieren,
unterscheidet uns von Tieren, die nur imstande sind, sich mittels einfacher
Laute verständlich zu machen. Ein Laut hat dabei eine bestimmte Bedeutung
und auch nur diese. Eine Aneinanderfügung der Laute besteht nicht. Diese
Eigenschaft macht unsere Sprache zu einem potenten Mittel uns auszudrücken
und Wissen, Erlebnisse, Emotionen u.v.m zu vermitteln.
Doch birgt unsere Sprache auch einige Unsicherheiten. Wenn wir beispielsweise
über eine Farbe sprechen, etwa rot, woher wissen wir dass der Empfänger
dasselbe Bild von der Farbe rot hat wie der Sender. Oder anders, wenn wir versuchen,
jemandem zu erklären, wie Salz schmeckt, wenn er es noch nie geschmeckt
hat, dann stoßen wir mit der Sprache auf eine Grenze. Unser sprachliches
Verständnis ist abhängig von der Vielfalt und Intensität unserer
Eindrücke und Erlebnisse.
Im Laufe unseres Lebens entwickelt sich unser sprachliches Verständnis.
Wir assoziieren Wörter mit verschiedensten Empfindungen und Erlebnissen,
die so unterschiedlich sind wie die Menschen selbst. Diese Tatsache verändert
auch die Sicherheit, dass Gesagtes vom Empfänger in der Form verstanden
wird, wie es der Sender versteht. Sprache kann daher nur eine Annäherung
sein um Wünsche, Erlebnisse, Emotionen u.v.m auszudrücken.
Neben der Sprache als solche, die Symbole benutzt, gibt es unterschiedliche
andere Formen, namentlich die Körpersprache wie etwa die Gestik die Körperhaltung
und der Ausdruck des Menschens und der Tonfall der Stimme. Diese beiden Formen
der Kommunikation helfen, gesagtem mehr Ausdruck zu verleihen, gerade wenn es
um den Ausdruck von Emotionen, Gefühlen oder Stimmungen geht. Wenn wir
davon ausgehen, dass die Sprache, wie oben zitiert, ein System ist, mittels
derer wir fähig sind durch freie Symbole etwas aus zu drücken, dann
haben wir gerade beim Ausdruck von Emotionen, Gefühlen und Stimmungen Schwierigkeiten.
Hier helfen uns andere Formen der Kommunikation um einer Emotion Ausdruck zu
verleihen. Musik, als Sprache verstanden, zeigt uns beispielhaft, wie Stimmungen
erzeugt werden können. Musik besteht wie unsere Sprache, aus Schwingungen,
die je nach Frequenz unterschiedliche Reaktionen in des Menschens Körper
auslöst. Wir bedienen uns dieses Wissens und bestärken den Ausdruck
dadurch in unserem Sprechen. Beide Methoden des Ausdrucks funktionieren nur
dann, wenn uns ein Mensch gegenüber steht, und auch nur dann.
Verwenden wir moderne Kommunikationsmittel, wie das Telefon, Briefe oder @-mails,
so fällt dieser Zusatz an Ausdruck weg. Gesagtes wird dann gleichsam auf
das Wesen der Worte und Sätze reduziert - eine Form der Kommunikation,
die unvollkommen ist. Schon beim telefonieren fehlen uns der Ausdruck des Gesichtes
und die Körperhaltung des Menschen mit dem wir kommunizieren. Kommunizieren
wir aber lediglich in schriftlicher Form, fehlt auch der Ausdruck der Stimme.
Es ist ungleich schwieriger in dieser Form Emotionen, Gefühle oder Stimmungen
auszudrücken.
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