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| DIE MITTE DES MENSCHEN - HARA (TEIL 1)
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NEWSLETTER NR.: 05/2006 DIE MITTE DES MENSCHEN - HARA (TEIL 1) "Brust heraus - Bauch herein
" Wer kennt diesen Spruch nicht
aus Zeiten seiner Erziehung. Es ist eine gut gemeinte Anleitung, die zur Folge
hat, die rechte Mitte zu verfehlen. Durch diese Haltung schnüren wir uns
nach unten hin ab, die Aufmerksamkeit wird weiter im oberen Bereich des Körpers
gehalten. Ein derartiges Körperbild manifestiert sich neben der Entwicklung
von Verspannungen, in unserer Haltung unserer Umwelt gegenüber, in unserem
Handeln und Denken. Die "natürliche Ordnung" ist dadurch gestört.
Die Orientierung nach oben hin bewirkt die Trennung von den eigenen Wurzeln,
von seiner natürlichen Kraft. Nun könnten wir auch sagen die Mitte des Menschen befindet sich doch im
Herzen - dem Zentrum der Emotionen, der Liebe und der Leidenschaft - und das
Denken ist in unserer Gesellschaft von größter Bedeutung. Doch, was
ist Liebe und die Gabe des Denkens ohne der rechten Mitte - wenn wir unsere
Wurzeln vergessen, unsere, teilweise auch negativen, Emotionen unterdrücken.
Entstehen dadurch nicht eher Handlungen die aus dem Ego, aus dem rationalen
Denken kommen? Es ist dies gleich zu setzen mit der Trennung von der Natur. Dem Menschen ist zugedacht, zwischen Himmel und Erde zu stehen - er schafft
dadurch die Verbindung zwischen Natur und Geist, zwischen dem Kollektiven und
dem Ich. Diese Polarität treibt das Handeln an, sie bringt Spannung in
des Menschens Leben. Er strebt entweder zur einen oder zur anderen Seite, entweder
in Richtung unbewusster Natur oder in Richtung bewusster Geist. Diese Spannung
durchwirkt das gesamte Sein, der Mensch sucht dadurch immerfort eine Lebensform
zu finden, in der sich diese Spannung löst. Hara ist der Inbegriff der Mitte, und bezeichnet das rechte Verhältnis
zwischen Innen und Außen, zwischen Geist und Materie. Hara ist sozusagen
die Zentriertheit des Menschen, es bedeutet wörtlich übersetz "Bauch".
Im Bauch findet sich auch die räumliche Mitte des Menschen, bei einem Mensch
mit Hara finden wir den Schwerpunkt des Menschen auch an diesen Ort. Hara und seine Bedeutung in Japan. Hara zu haben ist gleichzusetzen mit dem geerdet sein, dem verankert sein mit
dem Boden - der Erde als Lebens bringende und uns versorgende Mutter. Der Mensch
mit Hara aber definiert sich nicht alleine durch die Beziehung zur Erde und
seinem Ursprung, da das rechte Hara von einem Gleichgewicht der Kräfte
genährt wird, ist der Bezug zum Himmel, das Denken, die mentalen Eigenschaften
und die spirituellen Kraft ebenso von Bedeutung. Der Mensch lebt immer, sei
es bewusst oder unbewusst, in diesem Spannungsfeld. Das gesunde Hara zeichnet
sich durch die Lebendigkeit dieser Polaritäten aus, die in einem harmonischen
Maß zusammenwirken. "Aufrecht, standfest und gesammelt - das sind die drei Zeichen
der Haltung, die für den Japaner, der in seinem Sinn richtig steht, charakteristisch
ist und die als Ganzes der Ausdruck für das Dasein von Hara ist."
Hara - die Erdmitte des Menschen, K. F. Dürckheim. Der Japaner betrachtet sein Leben als ständige Übung. Er nimmt nicht
alles Gegebene als selbstverständlich hin, vielmehr ist er bestrebt sich
in seinem Leben stetig weiter zu Entwickeln. Er lässt sich sozusagen nicht
gehen, sonder sucht ein weiter kommen. Hier ist die Suche der rechten Mitte
von größter Bedeutung - die Suche nach dem was der Japaner Hara nennt. Hara und seine Bedeutung in Europa. Der Europäer hat sein Zentrum anders positioniert als der Japaner. Die
Bedeutung liegt eher in den oberen Bereichen - des Denkens und dem Sitz des
Egos. So steht er mit aufgeblähtem Brustkorb und hochgezogenen Schultern,
verlagert sein Gewicht mal auf das eine mal auf das andere Bein. Durch die Verweigerung
seiner Basis kann er, im Sinne von Hara, seine rechte Mitte nicht finden. Es
ist ein Kampf mit der Spannung und dadurch ein ständiges suchen der Entspannung,
er ist genötigt mit viel Anstrengung der Schwerkraft entgegen zu wirken,
da er die rechte Mitte verfehlt. Es ist ein Auf und Ab zwischen den Polen, ein
Hin und Her gerissen sein in der er nie zur Ruhe kommt. Natürlich ergeht
es dem Menschen mit Hara ähnlich, jedoch sind die Gegensätze nicht
so weit entfernt von der Mitte. Es gelingt dadurch dem Menschen mit Hara leichter
in seine Mitte zurück zu finden. Betrachten wir zunächst den Unterschied im Ausdruck zwischen dem Japaner
und dem Europäer. "
Das Tor aufschlagen zum Weg, auf dem der Mensch
"ganz" werden kann. Wirklich "ganz" ist der Mensch, dessen
Selbst das in ihm verkörperte Wesen - die individuelle Weise der Teilhabe
am Sein - verwirklicht. Der Mensch ist so lange nicht "ganz", als
ihm die Integration seiner Selbst mit dem Wesen nicht, solange er also z.B.
nur in einem Ich lebt, das nicht vom Wesen her, sondern von außen bestimmt
ist." Hara - die Erdmitte des Menschen, K. F. Dürckheim. Übung ist der Weg zur "Ganzwerdung" der stetig und mit Ausdauer
geschieht, Hier ist nicht ein Weg gemeint der nach einer einseitigen Art die
Vergeistlichung anstrebt - vielmehr ist es die unaufhörliche Suche nach
der Verwurzelung in unserer Mitte der Ursprünglichkeit, was hier als Hara
zu verstehen ist. Doch was bedeutet für uns üben? Schwingt in unserer Kultur nicht
eher der Gedanke mit, etwas zu können? Ich sehe es in meinen Kursen ("Körperbewusstsein"),
wenn ich neues bringe, oder wenn Übungen an die Grenze der Leistungsfähigkeit
gehen. Hier kommen die Übenden in einen Zustand der Ohnmacht - sie steigen
schlichtweg aus der Übung aus, anstatt die Grenzen, deren sie sich bewusst
werden mit Liebe und Respekt zu ertasten und ihre eigenen Grenzen behutsam und
mit Ruhe zu erweitern. Sie nehmen die Übung nicht an oder sehen nicht das
eigentliche Ziel, namentlich der Gewinn an Sensibilität gegenüber
ihrem Körper. Der Japaner sieht in jeder Kunst, in jeder Tätigkeit seinen Sinn über
die Leistung hinausgehend. Die Übung, der Japaner versteht sein gesamtes
Leben als Übung, zielt auf jene Verfassung hin, die er Hara nennt. Er behält
sein Ziel zwar immer im Auge, doch ebenso bedeutend ist es, wie, in welcher
Art er sein Ziel erreicht. Egal, welche Tätigkeit ein Mensch mit Hara ausübt,
er wird es in Einklang mit dem Großen und dem Kleinen machen. Geschehen
diese Handlungen aus des Menschens Hara, besteht auch die Möglichkeit sie
zur Vollendung zu bringen und mit der Tätigkeit zu wachsen. Der Mensch mit Hara bleibt nicht im Wunsch der Erbringung von Leistung verhaften,
sondern im Tun selbst - das Ich richtet seine Aufmerksamkeit vollständig
auf die Handlung. Die Handlung und das Ziel bleiben gleichsam vom Ich fixiert.
Diese Konzentration auf die Handlung und das Ziel selbst erzeugen den zielbezogenen
Willen. Der Mensch verliert sich nicht im Ziel, nicht im Tun und nicht in sich
selbst - alle Teile und Funktionen müssen beherrscht sein - die Konzentration
auf allen Teilen in harmonischen Maße fixiert sein, um das Ziel zu erreichen
und die Leistung zu erbringen. "
in allen Ich bedingten Erleben fehlt dem Menschen
das Vertrauen in die Kraft aus dem Wesen, die seine Stellung in der Welt von
wo anders her sichert und trägt. Wenn in allem tun das Ich vorherrschend
ist, steht alles meisterliche Tun auf schwankenden Boden." Hara - die Erdmitte
des Menschen, K. F. Dürckheim. Welche Rolle spielt die Angst des sich blamierens? Ist es nicht so, dass wir
Situationen vermeiden, die uns zum Versagen führen könnten. Wie definieren
wir unsere Stellung in dieser Welt? Der ewige Kampf um Anerkennung wäre
sinnlos, würden wir in unserer Mitte, in unserem Hara, gefestigt sein.
Dann, wenn wir in unserer Mitte verankert und mit dem Großen und Kleinem
gleichsam verwachsen sind, hätten wir die Kraft und das Vertrauen aus uns
heraus zu bestehen und hätten den Vergleich mit Anderen nicht nötig. "Ein sicherer Grund ist erst gefunden, wo der Mensch woanders
als im Ich gründet, d. h. auch in seinem Selbst- und Weltbewusstsein in
seinem Wesen verankert ist." Hara - die Erdmitte des Menschen, K. F. Dürckheim. Immerwährend geht es bei der Vervollkommnung allen Tuns um das finden
des Schwerpunktes - das loslassen seines Ichs und das entspannte Ruhen in der
Mitte. Erst wenn der Mensch sich von dem aus seiner Willenskraft getriebenem
Handeln löst, kann er Eins werden mit dem Ganzen und Tätigkeiten zur
Vollendung bringen. ANTIBIOTIKA Was sind Antibiotika? Die Entdeckung von Antibiotika gehört zu den bedeutendsten Entwicklungen
der Medizingeschichte. Wogegen werden Antibiotika eingesetzt? Resistenzen Die Ursache ist zum einen eine unkritische Verschreibung von Antibiotika. Vor
allem bei Krankheiten, die auch durch einen Virus ausgelöst sein können.
Wobei hier ein einfacher Test Abhilfe schaffen könnte. Bei Bronchitis etwa
verursachen Bakterien nur fünf Prozent der Krankheitsfälle. Ein weiteres nicht zu unterschätzendes Risiko bergen die Nebenwirkungen
und die Auswirkungen auf die Umwelt. Arzneimittel, und damit auch Antibiotika,
sind aufgrund ihrer Bestimmung in der Regel biologisch hochaktive Stoffe, die
selbst oder deren Stoffwechselprodukte in der Umwelt bei entsprechenden Konzentrationen
zu Schäden führen können. Aufgrund verbesserter Analysetechniken
werden seit etwa Mitte der 1990er Jahre vermehrt Arzneimittel bzw. deren Rückstände
in Oberflächen-, Grund- und Trinkwässern nachgewiesen. In den letzten
50 Jahren wurde insgesamt rund eine Million Tonnen verschiedener Antibiotika
in die Biosphäre freigesetzt. Eintragsquellen in die Umwelt sind neben
den Ausscheidungen (Urin, Kot) von Mensch und Tier auch weggeworfene ungebrauchte
Arzneimittel. Es wird befürchtet, dass sich durch das Vorhandensein von Arzneimitteln
bzw. deren Rückstände in der Umwelt leichter Resistenzen, insbesondere
bei Bakterien gegen Antibiotika ausbilden können. Die Wirkung auf unser Immunsystem, und die Langzeitwirkung. Die Langzeitfolgen von Antibiotika wurden bisher kaum untersucht. Krankheit - ein Belastung in unserem Alltag. Gesundheit - eine
Einladung zur Diskussion Alternativen zum Einsatz Antibiotika. Auch die Homöopathie kann einen Beitrag zur Vermeidung von Antibiotika
leisten. Nicht immer ist es notwendig, jede Infektion gleich mit Antibiotika
zu bekämpfen. Krankheit hat auch Sinn und sie führt zur Kräftigung
des Immunsystems. Es kann auch beobachtet werden, dass manche Krankheiten, wie
etwa die Mittelohrentzündung oder Scharlach bei Kindern, nach einer Antibiotikatherapie
immer wieder kommt. Ob das Abtöten der Bakterien immer die beste Lösung
ist, wage ich als Laie zu bezweifeln. DIE SPRACHE - VOLLKOMMEN UNVOLLKOMMEN "Sprache ist eine ausschließlich dem Menschen eigene,
nicht im Instinkt wurzelnde, Methode zur Übermittlung von Gedanken, Gefühlen
und Wünschen mittels eines Systems von frei geschaffenen Symbolen."
Edward Sapir: zitiert nach John Lyons, 4. Auflage, 1992, S. 13. Sprache ist ein Kommunikationsmittel, mit Hilfe derer wir uns verständigen
können. Von klein auf lernen wir die Laute, die wir im Stande sind zu machen,
in verschiedenen Variationen zusammen zu fügen. Wir formen daraus Wörter,
Sätze, Absätze um Dinge, Begebenheiten, Emotionen für Andere
klar zu machen. Diese Fähigkeit, diese Laute zu verschachteln und zu kombinieren,
unterscheidet uns von Tieren, die nur imstande sind, sich mittels einfacher
Laute verständlich zu machen. Ein Laut hat dabei eine bestimmte Bedeutung
und auch nur diese. Eine Aneinanderfügung der Laute besteht nicht. Diese
Eigenschaft macht unsere Sprache zu einem potenten Mittel uns auszudrücken
und Wissen, Erlebnisse, Emotionen u.v.m zu vermitteln. Doch birgt unsere Sprache auch einige Unsicherheiten. Wenn wir beispielsweise
über eine Farbe sprechen, etwa rot, woher wissen wir dass der Empfänger
dasselbe Bild von der Farbe rot hat wie der Sender. Oder anders, wenn wir versuchen,
jemandem zu erklären, wie Salz schmeckt, wenn er es noch nie geschmeckt
hat, dann stoßen wir mit der Sprache auf eine Grenze. Unser sprachliches
Verständnis ist abhängig von der Vielfalt und Intensität unserer
Eindrücke und Erlebnisse. Im Laufe unseres Lebens entwickelt sich unser sprachliches Verständnis.
Wir assoziieren Wörter mit verschiedensten Empfindungen und Erlebnissen,
die so unterschiedlich sind wie die Menschen selbst. Diese Tatsache verändert
auch die Sicherheit, dass Gesagtes vom Empfänger in der Form verstanden
wird, wie es der Sender versteht. Sprache kann daher nur eine Annäherung
sein um Wünsche, Erlebnisse, Emotionen u.v.m auszudrücken. Neben der Sprache als solche, die Symbole benutzt, gibt es unterschiedliche
andere Formen, namentlich die Körpersprache wie etwa die Gestik die Körperhaltung
und der Ausdruck des Menschens und der Tonfall der Stimme. Diese beiden Formen
der Kommunikation helfen, gesagtem mehr Ausdruck zu verleihen, gerade wenn es
um den Ausdruck von Emotionen, Gefühlen oder Stimmungen geht. Wenn wir
davon ausgehen, dass die Sprache, wie oben zitiert, ein System ist, mittels
derer wir fähig sind durch freie Symbole etwas aus zu drücken, dann
haben wir gerade beim Ausdruck von Emotionen, Gefühlen und Stimmungen Schwierigkeiten.
Hier helfen uns andere Formen der Kommunikation um einer Emotion Ausdruck zu
verleihen. Musik, als Sprache verstanden, zeigt uns beispielhaft, wie Stimmungen
erzeugt werden können. Musik besteht wie unsere Sprache, aus Schwingungen,
die je nach Frequenz unterschiedliche Reaktionen in des Menschens Körper
auslöst. Wir bedienen uns dieses Wissens und bestärken den Ausdruck
dadurch in unserem Sprechen. Beide Methoden des Ausdrucks funktionieren nur
dann, wenn uns ein Mensch gegenüber steht, und auch nur dann. Verwenden wir moderne Kommunikationsmittel, wie das Telefon, Briefe oder @-mails,
so fällt dieser Zusatz an Ausdruck weg. Gesagtes wird dann gleichsam auf
das Wesen der Worte und Sätze reduziert - eine Form der Kommunikation,
die unvollkommen ist. Schon beim telefonieren fehlen uns der Ausdruck des Gesichtes
und die Körperhaltung des Menschen mit dem wir kommunizieren. Kommunizieren
wir aber lediglich in schriftlicher Form, fehlt auch der Ausdruck der Stimme.
Es ist ungleich schwieriger in dieser Form Emotionen, Gefühle oder Stimmungen
auszudrücken. |
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